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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Prävalenz und Charakteristika von Kindern und Jugendlichen mit speziellem Versorgungsbedarf im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) in Deutschland


Autor/in:

Scheidt-Nave, Christa; Ellert, Ute; Thyen, U. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Bundesgesundheitsblatt, 2007, Band 50 (Nummer 5/6), Seite 750-756, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 1436-9990 (Print); 1437-1588 (Online)


Jahr:

2007



Link(s):


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Abstract:


Das Mai/Juni-Heft 2007 des Bundesgesundheitsblatts ist als Schwerpunktheft zum Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) erschienen. In dem Doppelheft finden sich insgesamt 41 Einzelbeiträge zur Anlage und Durchführung sowie zu Ergebnissen der KiGGS-Studie.

Dieser Beitrag befasst sich mit der Prävalenz und Charakteristika von Kindern und Jugendlichen mit speziellem Versorgungsbedarf im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey in Deutschland: Um zu bevölkerungsrepräsentativen Einschätzungen der Prävalenz und der Charakteristika von Kindern und Jugendlichen mit gesundheitsbedingtem Versorgungsbedarf zu gelangen, sind Screening-Instrumente entwickelt worden. Diese zielen auf eine Erfassung von Konsequenzen körperlicher, seelischer und verhaltensbedingter Störungen ab, unabhängig von den zugrunde liegenden medizinischen Diagnosen.

Eines der bestuntersuchten und unter Machbarkeitsaspekten bewährtesten Instrumente, der CSHCN-(Children with Special Health Care Needs)Screener, wurde in den Elternfragebogen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) in Deutschland integriert.

Die gewichtete Gesamtprävalenz von Kindern und Jugendlichen mit speziellem Versorgungsbedarf betrug 16,0 Prozent für Jungen und 11,4 Prozent für Mädchen. Bei Kindern im Vorschul- und Schulalter lag nach den Befragungsergebnissen ein spezieller Versorgungsbedarf 2- bis 3-mal häufiger vor als bei Kleinkindern. Bis zu einem Alter von 14 Jahren war ein deutlich höherer Versorgungsbedarf bei Jungen als bei Mädchen für alle Altersgruppen ersichtlich. Am deutlichsten ausgeprägt war der Geschlechtsunterschied bei den 3- bis 10-Jährigen.

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund wiesen einen signifikant niedrigeren Versorgungsbedarf auf als Kinder ohne Migrationshintergrund. Dies traf insbesondere auf die Jungen (8,0 Prozent versus 17,1 Prozent) zu.

Signifikante Unterschiede im Versorgungsbedarf nach Sozialstatus, Größe des Wohnortes oder Zugehörigkeit des Wohnortes zu den alten oder neuen Ländern wurden nicht beobachtet. Mit Ausnahme eines fehlenden Zusammenhangs zwischen Versorgungsbedarf und sozioökonomischem Status zeigen die hier berichteten Ergebnisse gute Übereinstimmung mit Beobachtungen im US-amerikanischen National Survey of CSHCN.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Prevalence and characteristics of children and youth with special health care needs (CSHCN) in the German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents - KiGGS


Abstract:


In order to arrive at population-based estimates on the prevalence and characteristics of children and adolescents with specific health care needs (CSHCN), screening instruments focussing on the consequences of physical, mental and behavioral problems rather than on medical diagnoses have been developed. One of the most feasible and widely tested instruments, the CSHCN screener was added to the self-administered questionnaire for parents of children participating in the German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS). The overall weighted prevalence of CSHCN was 16.0% among boys and 11.4% among girls. Children at kindergarten or school age were more than 2-3 times more likely to screen positive compared to toddlers. Up to 14 years, the sex difference persisted through all age groups and was most pronounced between the ages of 3 and 10 years. Children with a migrant background had significantly lower rates of CSHCN compared to non-migrants. This was particularly true for boys (8.0% vs. 17.1%). CSHCN status was not related to social status, urbanization or residence in former West vs. former East Germany. Except for the lack of association with social status, these results are in good accordance with observations from the US National Survey of CSHCN.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesgesundheitsblatt
Homepage: https://www.springer.com/medicine/family/journal/103

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA6057


Informationsstand: 13.10.2010

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