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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erste Erfahrungen mit einem umfassenden ambulanten Rehabilitationsprogramm für Herzpatienten


Autor/in:

Saner, H.; Saner, B.; Stäubli, R.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Herz, 1999, Band 24 (Supplement 1), Seite 80-87, München: Urban & Vogel, ISSN: 0340-9937


Jahr:

1999



Abstract:


Erste Erfahrungen mit einem komprehensiven ambulanten Rehabilitationsprogramm für Herzpatienten 213 Patienten (197 Männer, 16 Frauen; mittleres Alter 58,5 Jahre) absolvierten zwischen 1986 und 1991 einkomprehensives (umfassendes) ambulantes Rehabilitationsprogramm am Kantonsspital Olten (101 Patienten nach Myokardinfarkt, 73 Patienten nach Herzoperation und 39 Patienten mit anderen kardialen Problemen). Das Rehabilitationsprogramm umfasst 3 Sessionen mit physischer Aktivität pro Woche, Vorträge über Risikofaktoren und Verhalten sowie eine psychosoziale Betreuung und daürt je nach Grundkrankheit 6-12 Wochen.

Während insgesamt 10.838 Rehabilitationsstunden trat kein lebensbedrohlicher Zwischenfall auf; ein Patient ist während des Programms zu Hause verstorben. 74 Prozent der Patienten waren nach dem Programm vollständig rehabilitiert (Rückkehr an den Arbeitsplatz beziehungsweise für die nicht mehr im Erwerbsleben Stehenden Reintegration in das tägliche Leben), 15 Prozent mussten wegen kardiovaskulären Komplikationen während des Programms hospitalisiert beziehungsweise weiter abgeklärt werden, und bei 11 Prozent wurden dieProgrammziele nicht erreicht. 180 Patienten konnten mittels Fragebogen bezüglich Arbeitsfähigkeit und Gesundheitsverhalten 3-56 Monate (Mittel 25 Monate) nach Abschluss des Rehabilitationsprogramms nachuntersucht werden: Zum Zeitpunkt der Befragung waren 73 Prozent der unter 65-jährigen Patienten wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig.

Der Nikotinkonsum sank von 55 Prozent vor dem Programm auf 18 Prozent (p <0,05), die Zahl der regelmäßig Sporttreibenden stieg von 49 auf 76 Prozent an (p <0,05), der subjektiv als stark empfundene Stress sank von 53 auf 9 Prozent (p <0,05). Unsere Untersuchungen zeigen, dass ein komprehensives ambulantes Rehabilitationsprogramm, basierend auf der Infrastruktur eines Spitals, effizient und für den Patienten sicher durchgeführt werden kann; im anschließenden Langzeitverlauf können zudem beträchtliche Veränderungen des Gesundheitsverhaltens festgestellt werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Initial experiences with a comprehensive ambulatory rehabilitation program for heart patients


Abstract:


213 patients (197 males and 16 females, mean age 58.5 years) have taken part during the first 5 years in our comprehensive outpatient cardiac rehabilitation program (101 patients after acute myocardial infarction, 73 patients after heart surgery and 39 patients with various cardiac problems).

The program consists of three elements:
(1) regular physical training in an outpatient group three times a week for 6-12 weeks;
(2) information and education of the patient and if possible of the family about risk factors and life-style changes, and
(3) psychosocial support. During 10,838 hours of active rehabilitation, no life-threatening complication occurred.

After completion of the program, 73 % of the patients were fully rehabilitated (return to work in the active working population, reintegration in the family and daily life in the retired and non- working patients), 15 % of the patients interrupted the program because of further invasive treatment, and in 11 % the goal of the rehabilitation program was not achieved. Follow-up was carried out by a questionnaire 3-56 months (mean 25 months) later.

The percentage of smokers decreased from 55 % before the program to 18 % (p < 0.05), regular physical exercise increased from 49 % to 76 % (p < 0.05), and the perceived stress level of high intensity decreased from 53 to 9 % (p < 0.05). Our findings indicate that a comprehensive cardiac rehabilitation program in an outpatient setting in conjunction with a community hospital is feasible; it can be conducted with a high degree of safety and is followed by considerable lifestyle changes.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Herz
Homepage: https://link.springer.com/journal/59

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Referenznummer:

R/ZA6092


Informationsstand: 27.04.2000

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