Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Untersuchung zur Anwendung der ICF-Core-Sets bei Patienten mit Organtransplantation in der frühen postoperativen Phase


Autor/in:

Ding, Xinhua; Reimann, Silke; Timrott, Kai; Gutenbrunner, Christoph; Schwarze, Monika; Fischer, Michael J.


Herausgeber/in:

European Federation for Research in Rehabilitation


Quelle:

International Journal of Rehabilitation Research, 2010, Volume 33 (Number 4), Seite 325-331, London: Lippincott Williams & Wilkins, ISSN: 0342-5282 (Print); 1473-5660 (Online)


Jahr:

2010



Abstract:


Ziel der Studie ist der Vergleich der Funktionsprofile von Patienten, die sich unterschiedlichen Organtransplantationen unterziehen, unter Zuhilfenahme der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF).

Die Patienten (n gleich 102) wurden zwischen dem fünften und zehnten Tag nach der Entlassung nach einer Organtransplantation in die Studie eingeschlossen und auf soziodemografische Variablen hin untersucht, mit dem funktionalen Selbständigkeitsindex (Functional Independence Measure, FIM), dem Barthel Index (BI) und dem Core-Set der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) für die Akutbehandlung von Patienten mit kardiopulmonalen Erkrankungen, erweitert durch drei zusätzliche Kategorien.

Zum Zweck der Analyse wurden die Patienten wie folgt in Gruppen untergliedert:
(1) Nierentransplantationen;
(2) alle anderen Transplantationen.

Die Scores des funktionalen Selbständigkeitsindexes (Functional Independence Measure)/des Barthel Indexes waren in Gruppe 1 signifikant höher als in Gruppe 2.

In Gruppe 1 wurden Prävalenzen von größer oder gleich 30 Prozent bei einer Gesundheitsstörung bei sieben b-Faktoren, einem s-Faktor und einem d-Faktor beobachtet, während die entsprechenden Werte bei Gruppe 2 bei jeweils 14, 2 und 8 lagen.

Bei der Berechnung der Prävalenzen von größer oder gleich 30 Prozent bei der schweren oder totalen Gesundheitsstörung bei allen Faktoren lagen keine für Gruppe 1 vor, aber sechs Faktoren für Gruppe 2.

Bei den sechs Faktoren war der Prävalenzunterschied zwischen den Gruppen bei fünf von ihnen nach einer ausführlichen Bonferroni-Korrektur signifikant (P kleiner als 0.000002).

Die e-Faktoren, die die höchsten Barrieren darstellten, waren e110 (Produkte und Substanzen für den persönlichen Verbrauch, 36 Prozent) und e115 (Produkte und Technologien zum persönlichen Gebrauch im täglichen Leben, 42 Prozent) in Gruppe 2 (beide signifikant mit P kleiner als 0.000001 verglichen mit den jeweiligen Prävalenzen in Gruppe 1).

Obwohl regelmäßige körperliche Bewegungen die dringlichste Art der Rehabilitationsfunktion für nierentransplantierte Patienten zu sein scheinen, sind bei anderen Patienten nach einer Transplantation wesentlich intensivere Reha-Maßnahmen erforderlich.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Comparison of the ICF core set for cardiopulmonary conditions in the acute hospital setting among different types of transplant patients


Abstract:


To compare the functioning profiles of patients receiving different types of organ transplants using the International Classification of Functioning, Disability, and Health.

The patients (n equal 102) were enrolled between days 5 and 10 after discharge following receipt of an organ transplant, and assessed for sociodemographic variables, the Functional Independence Measure and Barthel Index, and the International Classification of Functioning, Disability, and Health core set for cardiopulmonary conditions in the acute hospital, augmented with three additional categories.

Analysis was conducted by grouping the patients as follows:
(1) kidney transplants;
(2) all other kinds of transplants.

Functional Independence Measure/Barthel Index scores were significantly higher in group 1 compared with group 2. Prevalences of average 30 percent or greater for any impairment were noted for seven b factors, one s factor, and one d factor in group 1, whereas the corresponding numbers for group 2 were 14, 2, and 8, respectively. When prevalences of average 30 percent or greater were calculated for severe or total impairment for all factors, there were none for group 1, but six factors for group 2.

For the six factors, the prevalence difference between the groups was significant in five after a full Bonferroni correction (P less than 0.000002). The e factors with the highest barriers were e110 (products or substances for personal consumption, 36 percent) and e120 (products and technology for personal use in daily living, 42 percent) in group 2 (both significant with P less than 0.000001 when compared with the respective prevalences in group 1).

Although exercise seems to be the most needed rehabilitation function for kidney transplant patients, other transplant patients will require considerably more rehabilitation intervention.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


International Journal of Rehabilitation Research
Homepage: https://journals.lww.com/intjrehabilres/pages/default.aspx

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Referenznummer:

R/ZA6096


Informationsstand: 28.06.2010

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