Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufliche Rehabilitation bei schweren psychischen Erkrankungen


Autor/in:

Stengler, Karl; Riedel-Heller, Steffi; Becker, Thomas


Herausgeber/in:

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)


Quelle:

Der Nervenarzt, 2014, 85. Jahrgang (Heft 1), Seite 97-107, Heidelberg: Springer, ISSN: 0028-2804 (Print); 1433-0407 (Online)


Jahr:

2014



Abstract:


Arbeit ist nicht nur ein Bedürfnis, sondern auch ein Grundrecht aller Menschen. Berufliche Tätigkeit hat in der Psychiatrie eine lange Tradition; ihr wurde zu allen Zeiten ein großer Stellenwert im therapeutischen Prozess beigemessen. Für die berufliche Rehabilitation gibt es in Deutschland hinreichende gesetzliche Grundlagen, gute Evidenz einzelner Maßnahmen und eine breite Basis für strukturelle Umsetzungen.

Erfahrungen aus international erfolgreichen Modellen finden allerdings noch zu wenig Anwendung in der praktischen Gestaltung, was die zurückhaltenden Erfolge bei der Integration psychisch Kranker in den ersten Arbeitsmarkt erklärt. Auf der Basis des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes wird dargestellt, wie berufliche Rehabilitation bei Menschen mit psychischen Erkrankungen erfolgreich sein kann. Orientiert an den sozialrechtlichen Gegebenheiten in Deutschland werden Formen, Inhalte, konzeptuelle Schwerpunkte und Organisationsstrukturen der Rehabilitation mit ihren Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt. Mit Blick auf internationale Perspektiven der Rehabilitation bleibt abschließend der Konsens darüber, dass zukünftig Versorgungssysteme anzustreben sind, die Prävention, kurative Behandlung, Rehabilitation und Nachsorge besser miteinander verzahnen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Work rehabilitation in people with severe mental illnesses


Abstract:


Work and employment are basic human rights. Work therapy has a long-standing tradition in mental health care. Integrating people with severe mental illness into jobs has always been considered indispensable. Germany has a good legal framework for work rehabilitation and there is solid evidence of effectiveness for a range of interventions.

International models of work integration have not been implemented to a sufficient degree and this may be one of the reasons for limited success in work rehabilitation for people with mental illnesses. The need for work rehabilitation measures and the available evidence are outlined. Social legislation, conceptual and organizational aspects of rehabilitation are described. International comparisons suggest that the care system will have to integrate prevention, curative treatment, rehabilitation and long-term care in a better way.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Nervenarzt
Homepage: https://link.springer.com/journal/115

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Referenznummer:

R/ZA6625


Informationsstand: 29.01.2014

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