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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Evidenzbasierte Rehabilitation der Mobilität nach Schlaganfall


Autor/in:

Dohle, Christian; Tholen, Reina; Wittenberg, Heike [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)


Quelle:

Der Nervenarzt, 2016, 87. Jahrgang (Heft 10), Heidelberg: Springer, ISSN: 0028-2804 (Print); 1433-0407 (Online)


Jahr:

2016



Abstract:


Hintergrund:

Bei etwa zwei Drittel der Schlaganfallpatienten ist zumindest initial auch die Mobilität gestört. Zur Rehabilitation werden zahlreiche verschiedene Konzepte postuliert.

Fragestellung:

Welche Rehabilitationsmethoden können auf der Basis der Studienlage zur Verbesserung der Gehfähigkeit, der Gehgeschwindigkeit, der Gehstrecke und der Stand- und Gangsicherheit empfohlen werden?

Material und Methode:

Systematische Literaturrecherche nach randomisierten klinischen Studien und Reviews mit klinisch relevanten Zielkriterien der Mobilität. Formulierung von Empfehlungen, getrennt für Zielkriterien und den Phasen nach einem Schlaganfall.

Ergebnisse:

Die Kernmaßnahme zur Wiederherstellung und Verbesserung der Gehfähigkeit ist eine hohe Anzahl von Wiederholungen von Gehbewegungen, in Abhängigkeit vom Schweregrad des Patienten geräteunterstützt. Bei weniger stark betroffenen Patienten wird zur Erhöhung der Gehgeschwindigkeit das intensive Gangtraining empfohlen, bei dem die Geräteunterstützung optional, aber nicht als überlegen anzusehen ist. Eine Verbesserung der Gehstrecke erfordert aerobes, kardiovaskulär wirksames Ausdauertraining, zwingend eingebettet in einen funktionellen Kontext. Die beste Strategie zur Verbesserung der Balance ist nicht das isolierte Balancetraining, sondern das intensive Gangtraining im alltagsrelevanten funktionellen Kontext. Zusätzliche Stimulationsverfahren wirken nur, wenn sie in funktionell relevantes Training eingebunden werden.

Diskussion:

Die Leitlinie bietet nicht nur klare Handlungsanweisungen, sondern auch pathophysiologische Einsichten zur Funktionserholung des Gehens und Stehens nach einem Schlaganfall.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Nervenarzt
Homepage: https://link.springer.com/journal/115

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA7201


Informationsstand: 02.05.2017

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