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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Prävalenz von depressiver Symptomatik und diagnostizierter Depression bei Erwachsenen in Deutschland

Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)



Autor/in:

Busch, M. A.; Maske, U. E.; Ryl, L. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Bundesgesundheitsblatt, 2013, Band 56 (Nummer 5/6), Seite 733-739, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 1436-9990 (Print); 1437-1588 (Online)


Jahr:

2013



Link(s):


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Abstract:


In der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) wurden von 2008 bis 2011 in einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe von 7988 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren aktuelle depressive Symptome mit dem 'Patient Health Questionnaire' (PHQ-9) erfasst. Zusätzlich wurden diagnostizierte Depressionen in einem ärztlichen Interview erfragt. Eine depressive Symptomatik (PHQ-9 ?10 Punkte) besteht bei 8,1% der Erwachsenen (Frauen 10,2%; Männer 6,1%). Bei beiden Geschlechtern ist die Prävalenz bei 18- bis 29-Jährigen am höchsten und fällt danach ab. Bei Männern und Frauen mit höherem sozioökonomischem Status besteht seltener eine depressive Symptomatik.

Die Lebenszeitprävalenz einer diagnostizierten Depression beträgt 11,6% (Frauen 15,4%; Männer 7,8%) und ist am höchsten bei 60- bis 69-Jährigen; die 12-Monats-Prävalenz liegt bei 6,0% (Frauen 8,1%; Männer 3,8%) und ist am höchsten bei 50- bis 59-Jährigen. Bei Frauen, aber nicht bei Männern sinken die Diagnoseprävalenzen mit steigendem sozioökonomischem Status. Die Ergebnisse beschreiben die weite Verbreitung von depressiver Symptomatik und diagnostizierter Depression in der Erwachsenenbevölkerung in Deutschland und bestätigen bekannte Zusammenhänge von Depression mit Alter, Geschlecht und sozioökonomischem Status.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Prevalence of depressive symptoms and diagnosed depression among adults in Germany

Results of the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1)

Abstract:


In the German Health Interview and Examination Survey (DEGS1), current depressive symptoms were assessed with the 'Patient Health Questionnaire' (PHQ-9) in a representative population-based sample of 7,988 adults 18-79 years old. In addition previously diagnosed depression was assessed by physician interview. The prevalence of current depressive symptoms (PHQ-9 ?10 points) is 8.1% (women: 10.2%; men: 6.1%).

For both sexes, the prevalence is highest among 18- to 29-year-olds and decreases with age. Persons with higher socioeconomic status (SES) are less likely to have current depressive symptoms. The lifetime prevalence of diagnosed depression is 11.6% (women: 15.4%; men: 7.8%) and is highest among persons 60-69 years old. The 12 month prevalence is 6.0% (women: 8.1%; men: 3.8%) and is highest among 50- to 59-year-olds. In women, but not in men, prevalences decrease with increasing SES. The results describe the distribution of two important aspects of depression among the adult population in Germany and confirm previously observed associations with age, gender and SES. An English full-text version of this article is available at SpringerLink as supplemental.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesgesundheitsblatt
Homepage: https://www.springer.com/medicine/family/journal/103

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA7333


Informationsstand: 16.11.2015

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