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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erwerbstätigkeit mit Hörschädigung - erfolgreiche berufliche Inklusion?


Autor/in:

Beutner, D.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

HNO, 2016, Band 64 (Heft 10), Seite 741-742, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 0017-6192 (Print); 1433-0458 (Online)


Jahr:

2016



Abstract:


Die Schwerhörigkeit ist die häufigste sensorische Behinderung des Menschen. Im Zuge der demografischen Alterung der Bevölkerung werden die Prävalenzraten dieser Behinderung in Zukunft steigen. Dieses wird direkte Auswirkungen auf diverse Facetten der Rehabilitation von Schwerhörigkeit besitzen. Häufig stehen hierbei medizinisch-audiologische Aspekte im Fokus des Interesses mit dem Ziel, die Kommunikationsfähigkeit von Betroffenen zu verbessern. Darüber hinausgehende sozioökonomische Aspekte wie die Teilhabe am Erwerbsleben wurden bislang nur unzureichend beachtet.

Die Teilhabe an einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit von Menschen mit Beeinträchtigungen hängt entscheidend von den rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Mit dem SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen), den Landesgleichstellungsgesetzen, dem Behindertengleichstellungsgesetz, dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, der UN-Behindertenrechtskonvention sowie mit der seit 2002 geltenden Anerkennung von deutscher Gebärdensprache als offizielle Sprache sind Rahmenbedingungen dafür geschaffen worden, dass Menschen mit Behinderung ihre Rechte voll und gleichberechtigt wahrnehmen können.

Belastbare Daten zur Situation schwerbehinderter Menschen mit Hörschädigung in Bezug auf den Grad der Hörschädigung und die Teilhabe an der Erwerbssituation existieren nicht. Dieses wäre jedoch ein erster Schritt für eine gezielte und aufeinander abgestimmte Förderung der beruflichen Inklusion von Betroffenen durch die beteiligten Ministerien, Institutionen und Verbände. Diesen Aspekt greifen Weber und Weber in ihrem Artikel 'Erwerbstätigkeit mit Hörschädigung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Regionale Ergebnisse aus der GINKO-Studie' auf. Hierbei steht die Abkürzung GINKO für 'Gesetzeswirkungen bei der beruflichen Integration schwerhöriger, ertaubter und gehörloser Menschen durch Kommunikation und Organisation'.

Dieses Projekt wurde 2009 aus Mitteln der Ausgleichsabgabe vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und geht folgenden Fragen nach: 1. 'Kommen die Gesetze bei den Betroffenen an?' sowie 2. 'Erfolgt die Umsetzung der Gesetzesinhalte?'


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


HNO
Homepage: https://link.springer.com/journal/106

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Referenznummer:

R/ZA7382


Informationsstand: 02.07.2018

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