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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Empfehlungen für psychologische Interventionen in der rheumatologischen Rehabilitation


Autor/in:

Worringen, Ulrike; Muschalla, Beate


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Aktuelle Rheumatologie, 2017, 42. Jahrgang (Heft 2), Seite 137-142, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0341-051x


Jahr:

2017



Abstract:


Psychologische Interventionen stellen einen wichtigen Bestandteil der medizinischen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung dar. Sie zielen bei erwerbsfähigen Rehabilitanden ebenso wie alle anderen therapeutischen Leistungen auf die Befähigung zur Teilhabe am Erwerbsleben ab. Bei rheumatologischen Erkrankungen werden von psychologischer Seite insbesondere die Themen der Krankheits- und Schmerzbewältigung in Einzel- und Gruppengesprächen aufgegriffen.

Mit der Krankheit einhergehende chronische Schmerzen oder auch Folgeerscheinungen der medikamentösen Therapie sind dabei nicht selten gepaart mit einer geringeren Lebensqualität und einer eingeschränkten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Zudem können Ängste und depressive Stimmungen die rheumatische Erkrankung begleiten. In diesem Kontext eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung von normalem krankheitsbedingtem Leiden abzugrenzen und ggf. eine fachgerechte Unterstützung einzuleiten stellt eine Herausforderung in der medizinischen Rehabilitation dar. Edukative Gruppenangebote können problem- und krankheitsbezogen durchgeführt werden und befördern den Austausch mit Gleichbetroffenen.

Im Rahmen von krankheitsspezifischen Patientenschulungen steht die Vermittlung von krankheitsbezogenem Wissen und krankheitsbezogenen Kompetenzen im Mittelpunkt. Hierbei ist die enge fachliche Zusammenarbeit aller therapeutischen Berufsgruppen der medizinischen Rehabilitation gefragt. Bei Rehabilitanden mit besonderen beruflichen Problemlagen können Stressbewältigungs-Gruppen oder arbeitsbezogene Gruppenangebote das Gesamtspektrum der beruflich orientierten Therapieleistungen ergänzen. Über die Behandlungsmaßnahmen hinaus können Psychologen und Psychotherapeuten in der medizinischen Rehabilitation mit einer verhaltens- und fähigkeitsorientierten Befundung einen wichtigen Beitrag zur sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung leisten.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Recommendations for Psychological Interventions in Rheumatologic Rehabilitation


Abstract:


Psychological interventions are an important aspect in medical rehabilitation programmes sponsored by the Federal German Pension Fund. Similarly to other therapeutic services, their aim is to improve work ability in the long run and prevent disability. In rheumatologic illnesses, the main focus of psychological treatment is on the management of illness and pain, which is addressed in individual and group counselling sessions. Chronic pain or long-term side-effects of medical treatment are often associated with reduced quality of life and reduced participation in social life.

In addition, rheumatic illnesses may be accompanied by anxiety and depressive symptoms. Distinguishing normal illness-related suffering from a mental disorder requiring treatment, and initiating specialist support, if needed, is a challenge in medical rehabilitation. Patient education is mostly done in groups focussing on problem solving and illness management and enabling the exchange among patients suffering from the same condition. Structured patient education programmes aiming to provide illness-related knowledge and competencies should be done using all professionals from the rehabilitation team.

In patients with additional vocational problems, the overall spectrum of vocation-oriented therapeutic services may be complemented by stress management and work-related conflict management education. Additionally, psychologists and psychotherapists' expertise of behaviour observation and behaviour description should be used for the medical work ability description in rehabilitation reports.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Aktuelle Rheumatologie
Homepage: https://www.thieme.de/de/aktuelle-rheumatologie/profil-13507...

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Referenznummer:

R/ZA7570


Informationsstand: 29.06.2017

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