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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Epidemiologie von Schilddrüsenerkrankungen in Deutschland


Autor/in:

Völzke, H.; Thamm, M.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2007, Volume 2 (Issue 3), Seite 149-152, Berlin, Heidelberg: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)


Jahr:

2007



Abstract:


Hintergrund:

Deutschland ist eine Jodmangelregion, wobei im Norden ein moderater und besonders in den Bergregionen Mittel- und Süddeutschlands ein schwerer Jodmangel herrschte. Verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen ermöglichten eine effektive Jodsalzprophylaxe, die bis zur Jahrtausendwende zu einem Anstieg des Jodsalzkonsums führte.

Aktuelle Ergebnisse:

Derzeit befindet sich die Jodversorgung der Bevölkerung in einem unteren wünschenswerten Bereich. Aus epidemiologischer Sicht ist Deutschland derzeit eine Region, die sich im Übergang von einem Jodmangelgebiet hin zu einer Region mit ausreichender Jodversorgung befindet. Dies zeigt sich an Hand der Urinjodidausscheidung in verschiedenen Bevölkerungsstichproben. Typisch für diesen Übergang wäre eine geringe Prävalenz von Struma bei Kindern bei weiterhin hoher Prävalenz von Struma, Knoten und subklinischer Hyperthyreose bei älteren Erwachsenen. Überraschenderweise weisen die Kinder und Jugendlichen einer für Deutschland repräsentativen Studie (KIGGS) jedoch relativ große Schilddrüsenvolumina auf, sodass eine abschließende Beurteilung der Situation derzeit noch nicht möglich ist.

Schlussfolgerung:

Systematische Kontrollprogramme zur Epidemiologie von Schilddrüsenerkrankungen einschließlich der regelmäßigen Untersuchung der Jodausscheidung von Bevölkerungsstichproben können Abweichungen der Jodversorgung detektieren und bilden die Grundlage für eine effektive Steuerung des Jodprophylaxeprogramms.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

The epidemiology of thyroid disorders in Germany


Abstract:


Background:

Germany is an iodine-deficient region. Iodine deficiency was classified as moderate in the North and as severe in mountain regions in Southern Germany. Improved legislation involving the iodization of table salt became effective during the 1990s. This legislation has contributed considerably to an increase in the use of iodized salt for food production.

Current results:
The population is currently supplied with iodine at a lower recommended level. From an epidemiological point of view, Germany is a region characterized by the change from iodine deficiency to iodine sufficiency. Typical for this transformation, one might expect a low prevalence of goitre among children and adolescents, while there would still be a high prevalence of goitre, thyroid nodules, and subclinical hyperthyroidism among the elderly. In a representative German sample of children and adolescents, however, relatively large thyroid volumes have been found.

Conclusion:

Systematic monitoring programs for thyroid disorders, including measurements of urinary iodine excretion in population samples, allow the detection of deviations in the iodine supply and are thus an obligatory precondition for the effective prevention of iodine deficiency.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Gesundheitsförderung
Homepage: https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

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Referenznummer:

R/ZA7786


Informationsstand: 23.03.2017

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