Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitation in der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

Leitfaden durch die neuen ambulanten und stationären Strukturen



Autor/in:

Schwarzkopf, Susanne; Grill, Eva; Dreinhöfer, Karsten


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Unfallchirurg, 2015, Band 118 (Heft 2), Seite 112-121, Berlin: Springer, ISSN: 0177-5537 (Print); 1433-044X (Online)


Jahr:

2015



Abstract:


Hintergrund:

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat den gesetzlichen Auftrag, mit allen geeigneten Mitteln die Folgen von Arbeitsunfällen zu beseitigen bzw. eine Verschlimmerung zu verhüten. Es gilt dabei der Grundsatz 'Rehabilitation vor Rente'. Hierfür wurden in den letzten Jahrzehnten besondere Verfahren entwickelt wie die berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung (BGSW) oder die erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP). Im Jahr 2012 wurden diese Komplexbehandlungen um die arbeitsplatzbezogene muskuloskelettale Rehabilitation (ABMR) ergänzt.

Spezielle Rehabilitationsmaßnahmen:

Bei komplexen Verletzungen und verzögerten Heilverläufen stoßen diese Verfahren jedoch an ihre Grenzen. Die BG-Unfallkliniken des Klinikverbundes der gesetzlichen Unfallversicherung e. V. (KUV) bieten weitere spezialisierte Rehabilitationsmaßnahmen an, um eine optimale nahtlose Rehabilitation Schwerverletzter gewährleisten zu können. Neben der komplexen stationären Rehabilitation (KSR) stellen integrierte besondere Rehaverfahren wie die Neurorehabilitation bei schwerem Schädel-Hirn-Trauma oder die Rehabilitation nach Rückenmarkverletzung und weitere spezielle Rehaverfahren wie die tätigkeitsorientierte Rehabilitation (TOR) und die Schmerzrehabilitation sicher, dass das DGU-Phasenmodell der Traumarehabilitation umgesetzt wird. Dieses sieht einen frühen Beginn bereits im Rahmen der Akutbehandlung als sogenannte Frührehabilitation vor. Nach einer postakuten spezialisierten Rehabilitation sind häufig weiterführende Angebote erforderlich.

Schlussfolgerung:

Wichtig ist eine suffiziente Betreuung von Schwerstverletzten, zum Beispiel durch Rehamanager, die nicht mit der Entlassung aus der Rehabilitationsklinik enden darf. Das Ziel aller Bemühungen ist neben einer bestmöglichen Lebensqualität vor allem die Wiedereingliederung ins berufliche und soziale Umfeld.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Abstract:


Background:

The German statutory accident insurance (DGUV) has the statutory mandate to eliminate or to prevent an aggravation of the consequences of accidents by all appropriate means and is based on the principle of rehabilitation before pension. For this, special methods have been developed in recent decades, such as employer's mutual insurance inpatient further treatment (BGSW, Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung) and extended outpatient physiotherapy (EAP, Erweiterte Ambulante Physiotherapie). In 2012 the workplace-related musculoskeletal rehabilitation (ABMR, Arbeitsplatz-bezogene muskuloskelettale Rehabilitation) was added to these complex treatments.

Special rehabilitation measures:
For complex injuries and delayed healing these methods approach their limits. The accident clinics of the Association of Clinics in Statutory Accident Insurance (KUV, Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung) provide a number of specialized rehabilitation measures in order to ensure an optimal seamless rehabilitation of the severely injured. In addition to complex inpatient rehabilitation (KSR, Komplexe Stationäre Rehabilitation) integrated special rehabilitation procedures, such as neurorehabilitation for severely traumatic brain injured patients and rehabilitation after spinal cord injury and other special rehabilitation methods, such as occupation-oriented rehabilitation (TOR, Tätigkeitsorientierte Rehabilitation) and pain rehabilitation, ensure that the German Society for Trauma Surgery (DGU) phase model of trauma rehabilitation is implemented. This provides an early start in the context of acute treatment as so-called early rehabilitation. After a specialized post-acute rehabilitation, additional therapeutic options are often required.

Conclusion:

An appropriate treatment of severely injured patients is important, for example through rehabilitation managers, which must not end with discharge from the rehabilitation hospital. The aim of all efforts is the reintegration into the working and social environment in addition to the best possible quality of life.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Unfallchirurg
Homepage: https://www.springer.com/medicine/surgery/journal/113

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8181


Informationsstand: 03.03.2015

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