Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Medizinisch-berufliche Rehabilitation in Rehaeinrichtungen für psychisch Kranke in Deutschland

Analyse der Aufnahme- und Entlassungsdaten



Autor/in:

Stengler, K.; Kauffeldt, S.; Theißing, Annette [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)


Quelle:

Der Nervenarzt, 2015, 86. Jahrgang (Heft 5), Seite 603-608, Heidelberg: Springer, ISSN: 0028-2804 (Print); 1433-0407 (Online)


Jahr:

2015



Abstract:


Hintergrund:

Ein integratives medizinisch-berufliches Rehabilitationskonzept wurde in Deutschland in Rehabilitationseinrichtungen für psychisch Kranke (RPK) umgesetzt.

Material und Methode:

In allen 52 RPK-Einrichtungen in Deutschland werden die Aufnahme- und Entlassdaten aller Rehabilitanden mittels einrichtungsinterner Teilnehmerbögen erhoben, auf Einrichtungsebene aggregiert und in einer Erfassungsstelle der Bundesarbeitsgemeinschaft der RPKs (BAG RPK) zusammengeführt. In die vorliegende deskriptive Auswertung der Daten des Jahres 2010 wurden Aufnahme- und Entlassdaten von 1311 Teilnehmer/innen einbezogen.

Ergebnisse:

Knapp zwei Drittel der insgesamt 1311 RPK-Rehabilitanden erfüllten die Diagnosekriterien für schizophrene bzw. affektive Erkrankungen. Eine Subgruppe von 39,1?% der Teilnehmer/innen nahmen nach medizinischen RPK-Maßnahmen an beruflichen RPK-Maßnahmen (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben: LTA) teil. Nach Abschluss der beruflichen RPK-Maßnahme war ein Anteil von 38?% der Rehabilitanden erwerbstätig, 26?% waren in Ausbildung und Umschulung, das heißt ein Anteil von 64?% der Teilnehmer war auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig bzw. in Bildungsmaßnahmen. Die Wohn- und Lebenssituation änderte sich bei einem Großteil der Teilnehmer/innen nach Beendigung der RPK-Maßnahmen in Richtung mehr Autonomie.

Diskussion und Schlussfolgerung:

RPKs können für Menschen mit schweren psychischen Störungen ein Ort erfolgreicher rehabilitativer Maßnahmen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sein. Künftige Studien müssen der Frage nach Wirkfaktoren nachgehen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Nervenarzt
Homepage: https://link.springer.com/journal/115

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Referenznummer:

R/ZA8218


Informationsstand: 04.08.2015

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