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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zum Umgang mit Autismus: Behandeln oder Unterstützen?


Autor/in:

Theunissen, Georg


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Sonderpädagogische Förderung heute, 2016, 61. Jahrgang (Heft 3), Seite 304-315, Weinheim: Beltz, ISSN: 1866-9344 (Print); 1611-1540 (Online)


Jahr:

2016



Abstract:


Das Verständnis über Autismus befindet sich derzeit im Wandel. So findet die Auffassung immer mehr Zuspruch, Autismus nicht mehr zu pathologisieren, sondern als menschliches Sein zu betrachten. Hierzu wird auf von Natur aus anders ausgerichtete Wahrnehmungssysteme und auf die damit verknüpfte Neurodiversitätshypothese verwiesen. Ob Autismus eine Behinderung ist, wird allerdings im Lager der Selbstvertretung autistischer Menschen kontrovers diskutiert.

Ebenso stehen sich bei der Frage des Umgangs mit Autismus zwei zentrale Positionen kontrapunktisch gegenüber. Zum einen werden zur Vermeidung oder 'Genesung' von Autismus Behandlungsansätze postuliert, zum anderen wünschen sich Betroffene bessere Unterstützung für ein Leben mit Autismus. Letztlich ist es eine ethische Frage der Einstellung und Haltung, ob Betroffene in ihrem So-Sein respektiert und mit ihren Unterstützungsvorstellungen ernstgenommen werden oder ob sich die Praxis einer größtmöglichen 'Normalisierung' autistischer Menschen verschreibt.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Abstract:


The way autism spectrum conditions are thought of is currently changing. Thus, the notion that autism is not a disorder or a disease but rather a unique way of being is gaining more and more popularity. This includes embracing the fact that there are, naturally, different ways of perceiving the world and also turning to what is called the neurodiversity hypothesis. However, autism rights self-advocates still discuss whe-ther autism should be considered as disability or not.

Furthermore, the question of how autism spectrum conditions should be dealt with as such has not been clearly answered yet but brings up two contrapuntal points of view. On the one hand there are approaches to prevent, treat or cure autism; on the other hand there are autistic people who demand that their needs and wants are met. In the end, it is a question of ethical standards whether people who live on the spectrum are accepted and treated respectfully with regard to their way of being and their demands for support or whether the practice of trying to 'normalize' autistic people as much as possible prevails.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sonderpädagogische Förderung heute
Homepage: https://www.beltz.de/fachmedien/paedagogik/zeitschriften/son...

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Referenznummer:

R/ZA8429


Informationsstand: 03.04.2017

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