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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Online-Gesundheitsangebote zur Vorbeugung von stressassoziierten psychischen Beeinträchtigungen innerhalb betrieblicher Lebenswelten


Autor/in:

Hofe, I. von; Latza, Ute; Lönnfors, S. [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2017, 79. Jahrgang (Heft 03), Seite 144-152, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790


Jahr:

2017



Abstract:


Ziel:

Die systematische Übersichtsarbeit beschreibt den Forschungsstand aus randomisierten kontrollierten Studien (RCTs), welche die Wirksamkeit von Online-Gesundheitsangeboten zur Prävention stressassoziierter psychischer Beeinträchtigungen innerhalb betrieblicher Lebenswelten untersuchen.

Methodik:

Die Datenbanken EMBASE, PubMed und PsycINFO wurden systematisch nach englisch-, französisch- und deutschsprachigen Referenzen durchsucht. Eingeschlossen wurden RCTs, die den Einfluss von Online-Gesundheitsangeboten auf stressassoziierte Zielgrößen von erwachsenen Erwerbstätigen innerhalb betrieblicher Lebenswelten untersuchten. Zur Bewertung der Qualität der eingeschlossenen RCTs wurde die Checkliste für RCTs des Critical Appraisal Skills Programme (CASP) verwendet.

Ergebnisse:

Nach Anwendung der Einschlusskriterien wurden aus 5?632 identifizierten Referenzen 13 RCTs mit unterschiedlichen Interventionsansätzen (Bewegungs- und Entspannungsübungen, Wissensvermittlung, kognitiv-behaviorale/sozial-behaviorale Interventionen, Risiko kommunikation, Gesundheits-Coaching, Achtsamkeitstraining, Karriereidentitätstraining) eingeschlossen. Die als Angestellte arbeitenden Erwerbstätigen in 4 RCTs erzielten signifikante Verbesserungen bezogen auf stressassoziierte Zielgrößen (darunter 2 RCTs mit hoher, ein RCT mit mittlerer und ein RCT mit niedriger Qualitätsstufe). 9 weitere RCTs (davon 5 mit mittlerer und 4 mit geringer Qualität) zeigten keine vorteilhaften Effekte der Online-Intervention.

Schlussfolgerung:

Es gibt wirksame Online-Interventionen zur Vorbeugung stressassoziierter psychischer Beeinträchtigungen innerhalb betrieblicher Lebenswelten. Welche Art der Intervention wirksam ist, lässt sich aufgrund der geringen Anzahl an RCTs zu den unterschiedlichen Interventionsansätzen nicht sagen. Interventionen mit einer Dauer von mindestens 12 Wochen und eine Kombination mehrerer Ansätze führten häufiger zu signifikanten Verbesserungen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Online Health Services for the Prevention of Stress-associated Psychological Impairments at the Workplace


Abstract:


Objective:

The aim of this systematic review is to provide an overview of the evidence from randomized controlled trials (RCTs) on the effect of online health services for the prevention of stress-associated psychological impairments at the workplace.

Methods:

The databases EMBASE, PubMed and PsycINFO were systematically searched for English, French and German references. Included were RCTs that examined the influence of online health services on stress-associated impairment in adult employees at the workplace. The Critical Appraisal Skills Programme (CASP) checklist was used for quality appraisal.

Results:

Out of 5?632 identified references, 13 RCTs were included in this study. The intervention approaches included movement and relaxation exercises, imparting of knowledge, cognitive-behavioral/social-behavioral interventions, risk communication, health coaching, mindfulness training, and career identity training. In 4 RCTs among mainly white collar employees, the interventions led to improvements in stress-associated outcomes (2 RCTs of high, one of medium and one of low quality level). 9 further RCTs (5 of them of a medium and 4 of a low quality level) did not show a beneficial intervention effect.

Conclusion:

There are effective health services for the prevention of stress-associated psychological impairments at the workplace. A final conclusion on the kind of intervention that is effective cannot be drawn due to the limited number of RCTs using various intervention approaches. Interventions of at least 12 weeks and a combination of multiple approaches were more often effective.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8622


Informationsstand: 14.05.2018

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