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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Welche Beeinträchtigungen erleben Patienten mit substanzbezogenen Störungen in ihrem Alltag?


Autor/in:

Borchfeld, Kristina; Spies, Maren; Meyer-Steinkamp, Robert [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

SUCHT, 2017, 63. Jahrgang (Heft 3), Seite 135-144, Bern: Huber, ISSN: 0939-5911 (Print); 1664-2856 (Online)


Jahr:

2017



Abstract:


Hintergrund:

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) stellt einen konzeptuellen Rahmen und eine standardisierte Sprache zur Verfügung, um Funktionseinschränkungen im täglichen Leben zu beschreiben. Ziel dieser Studie war es, Einschränkungen, die Patientinnen und Patienten mit substanzbezogenen Störungen in ihrem Alltag erleben, zu ermitteln und mithilfe der ICF abzubilden.

Methodik:

Im Rahmen dreier Fokusgruppen wurden Patientinnen und Patienten zu ihren Alltagseinschränkungen befragt. Eingeschlossen wurden volljährige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich wegen einer substanzbezogenen Störung zum Zeitpunkt der Untersuchung in einer suchtspezifischen Behandlung befanden und zu einer Teilnahme bereit waren. Zwei unabhängige Studienmitarbeiter teilten die Transkripte der Gespräche in Meaningful Concepts (MCs) auf und ordneten sie anhand der sogenannten Linking rules zu Kategorien der ICF zu.

Ergebnisse:

27 Patientinnen und Patienten nahmen teil (Alter M = 44.15, 25.9 % weiblich). Es konnten insgesamt 870 MCs zu 185 verschiedenen ICF-Kategorien zugeordnet werden (Cohens ? = .44). Die am häufigsten benannten Kategorien in der Stichprobe waren Dienste des Gesundheitswesens (n = 54; 6.2 % aller MCs), Das Einsichtsvermögen betreffende Funktionen (n = 52; 6 %) und Motivation (n = 30; 3.4 %).

Schlussfolgerungen:

Die Untersuchung gibt Aufschluss über die subjektiven Alltagseinschränkungen, die Patientinnen und Patienten mit substanzbezogenen Störungen erleben und übersetzt sie anhand der ICF-Verlinkung in eine universelle Sprache, die einen Abgleich mit den Inhalten gängiger Erhebungsverfahren in der Suchthilfe ermöglicht.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Impairments of patients with substance-related disorders in everyday lives


Abstract:


Background:

The International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) provides a conceptual framework and a standardized language to describe limitations of functioning. This study assesses the limitations experienced by patients with substance use disorders in their everyday lives using the ICF as a framework.

Methods:

Three focus groups of patients discussed impairments in their everyday functioning. We included adult participants who were in treatment for a substance use disorder at the time of the study. Two independent researchers derived meaningful concepts from transcripts of the group discussions and assigned them to ICF categories following the linking rules by Cieza.

Results:

27 patients participated in the study (age M = 44.15, 25.9 % female). A total of 870 meaningful concepts were linked to 185 different ICF categories (Cohen's ? = .44). The most frequently identified ICF categories were Health care services (6.2 %; n = 54), Insight (6 %; n = 52), and Motivation (3.4 %; n = 30).

Conclusions:

The patients suffered from various functional limitations in their daily lives. The linkage to the ICF allows us to map these limitations onto the bio-psycho-social model of health and translates them into a universal language.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Sucht
Homepage: https://econtent.hogrefe.com/loi/suc

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8665


Informationsstand: 23.04.2018

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