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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wirksamkeit medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitation in der orthopädischen Versorgungsrealität


Autor/in:

Markus, Miriam; Streibelt, Marco; Schuler, Michael [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2018, 80. Jahrgang (Heft 08/09), Seite 811, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790


Jahr:

2018



Abstract:


Hintergrund:

Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) ist eine Strategie, um berufliche Teilhabechancen von Personen mit einer ungünstigen Erwerbsprognose zu verbessern. Randomisierte kontrollierte Studien bei Personen mit Muskel-Skelett-Erkrankungen haben einen absoluten Effekt von 20 Prozentpunkten auf stabile Rückkehr in Arbeit im Vergleich zur herkömmlichen medizinischen Rehabilitation (MR) gezeigt. In unserer Studie wurde die Wirksamkeit der MBOR in der realen Versorgung untersucht.

Methoden:

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Kohortenstudie haben entweder eine MBOR oder eine MR erhalten. Mittels eines Propensity Score Matchings wurde für jeden Teilnehmer und für jede Teilnehmerin einer MBOR ein vergleichbarer Teilnehmer oder eine vergleichbare Teilnehmerin einer MR identifiziert, um eine unverzerrte Schätzung der Behandlungseffekte zu erreichen. Rehabilitandenmerkmale und Zielkriterien (stabile Rückkehr in Arbeit, selbsteingeschätzte Arbeitsfähigkeit) wurden mittels Fragebogen vor Antritt und zehn Monate nach Ende der Rehabilitation erhoben.

Ergebnisse:

1282 Personen wurden in die Analysen eingeschlossen (mittleres Alter: 52,4 Jahre; 75,3 Prozent weiblich). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der MBOR kehrten häufiger in Arbeit zurück als Teilnehmerinnen und Teilnehmer der MR (OR = 1,42; 95 Prozent KI: 1,02 - 1,96) und schätzten ihre Arbeitsfähigkeit besser ein (b = 0,38; 95 Prozent KI: 0,05 - 0,72). Subgruppenanalysen zeigten, dass vor allem Personen mit hohem Teilhaberisiko und einer hohen wahrgenommenen Behandlungsdosis von einer MBOR profitierten.

Schlussfolgerungen:

Die Teilnahme an einer MBOR hat auch unter realen Versorgungsbedingungen einen positiven Effekt auf berufliche Eingliederung. Der in randomisierten kontrollierten Studien erreichte absolute Effekt von 20 Prozentpunkten konnte jedoch nur bei Personen mit hohem Teilhaberisiko bei gleichzeitig hoher wahrgenommener Behandlungsdosis repliziert werden. Eine homogene Umsetzung sowie eine zielgerichtete Steuerung können die Effekte auf Populationsebene erhöhen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8854


Informationsstand: 06.03.2019

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