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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen bei erwachsenen CI-Trägern

Ergebnisse in Abhängigkeit von der Dauer der Taubheit, Nutzungsdauer und Alter



Autor/in:

Zeh, Roland; Baumann, U.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

HNO, 2015, Band 63 (Heft 8), Seite 557-576, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 0017-6192 (Print); 1433-0458 (Online)


Jahr:

2015



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Abstract:


Hintergrund:

Die Versorgung mit einem Cochleaimplantat (CI) zur Behandlung ausgeprägter Schwerhörigkeit oder Taubheit hat sich als sehr effektive Behandlungsmethode erwiesen. Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen (Reha) sollen den Hörerfolg wesentlich steigern. Bislang fehlt jedoch der quantitative Nachweis des Effekts dieser Maßnahmen.

Methode:

In einer retrospektiven Auswertung wurden audiometrische Daten von standardisierten und qualitativen Hörtests von 1355 CI-Träger*innen gewonnen sowie an zwei Testzeitpunkten verglichen (Aufnahme und Entlassung aus einer stationären Hörtherapie, Dauer: 3-5 Wochen). Die Testbatterie bestand aus einer Überprüfung der Vokal-/Konsonantenidentifikation, dem Freiburger Zahlen- und Einsilbertest (65 und 80 dB Schalldruckpegel, SPL; Freifelddarbietung), dem Hochmair-Schulz-Moser(HSM)-Satztest in Ruhe und im Störgeräusch (65 dB Sprachpegel; 15 dB Signal-Rausch-Abstand, SNR), sowie einem Speech?Tracking?Test mit und ohne Mundabsehen.

Ergebnisse:

Durchschnittlich wurde gegenüber dem Aufnahmetest eine Steigerung um 20 Prozentpunkte erzielt. Patient*innen aller Altersgruppen zeigten eine vergleichbare Verbesserung. Auch langzeitertaubte Patient*innen konnten ihre Hörleistung steigern. Patient*innen mit sehr kurzer CI-Nutzungsdauer (unter 4 Monate) zeigen ein vergleichbares Ergebnis wie langjährig erfahrene CI-Träger*innen. Alle Patient*innen profitierten unabhängig von Alter, Dauer der Taubheit oder CI-Nutzungsdauer von der stationären Reha.

Schlussfolgerung:

Das Reha-Trainingsprogramm verbessert Hören und Sprachverstehen deutlich und sorgt für die berufliche und gesellschaftliche Inklusion der CI-Träger. Die vorliegenden Ergebnisse belegen die Wirksamkeit der hier beschriebenen postoperativen stationären Rehabilitationsmaßnahme. Eine Aufnahme dieser oder ähnlicher Therapiekonzepte in den Katalog der Anschlussheilbehandlungsmaßnahmen erscheint gerechtfertigt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


HNO
Homepage: https://link.springer.com/journal/106

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Referenznummer:

R/ZA9192


Informationsstand: 17.02.2020

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