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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung in kleinen und mittleren Unternehmen

Validierung des Verfahrens GPB-KMU



Autor/in:

Brandstädter, Simone; Feldmann, Elisa; Seiferling, Nadine [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 2019, 73. Jahrgang (Heft 1), Seite 69-77, Stuttgart: ergonomia, ISSN: 0340-2444 (Print); 2366-4681 (Online)


Jahr:

2019



Abstract:


Das Verfahren GPB-KMU (Gefährdungsbeurteilung Psychische Belastung für Kleine und Mittlere Unternehmen) dient einer umfassenden, konsensorientierten und objektiven Beurteilung psychischer Belastung am Arbeitsplatz. Das Verfahren ist eine angepasste Version des Screeningverfahrens GPB, das überwiegend in großen Unternehmen zum Einsatz kommt.

Diese Studie befasst sich branchenübergreifend mit Reliabilität und Validität der mittels der GPB-KMU identifizierten Belastungsdimensionen. Vertreter aus Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin, Personal und Mitbestimmung gaben mehrheitlich an, dass die identifizierten Belastungen angemessen beurteilt wurden. Die objektive und konsensorientierte Vorgehensweise ist geeignet, kritische Anforderungen zu erkennen und spezifische Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Reduktion abzuleiten.

Praktische Relevanz: Das Verfahren GPB-KMU kann branchenübergreifend erfolgreich und mit einer gegenüber der GPB verbesserten Aufwandsökonomie in kleinen und mittleren Unternehmen eingesetzt werden.

Die mit ihrem Einsatz vorgesehene Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung entspricht den Vorgaben der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie. Aufgrund der objektiven Beurteilung der bei einer Tätigkeit auftretenden Belastung, das heißt unabhängig der ausführenden Person, ist das Verfahren auch in Kleinstunternehmen einsetzbar, bei denen Befragungen hinsichtlich der Teilnehmer- und Teilnehmerinnenanonymität kritisch zu bewerten sind.

Die Beurteilung weiterer Arbeitsplätze sowie die Ableitung und Wirksamkeitskontrolle von Maßnahmen ist durch das betriebsinterne, geschulte Analyseteam eigenständig möglich.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Risk assessment of mental stress at work for small and medium enterprises

Validation of the GPB-KMU

Abstract:


The GPB-KMU (German abbreviation for Risk Assessment of Mental Stress for Small and Medium-sized Enterprises) method provides for a comprehensive, consensus-based and objective assessment of mental stress at work and is an adapted version of the GPB screening process, which is mainly used in large companies.

This study addresses the reliability and validity of the mental stress dimensions identified by the GPB-KMU across industries. A majority of representatives from occupational safety, occupational medicine, human resources and works councils stated that the identified mental load factors were adequately evaluated. This objective and consensus-based assessment process is thus suitable for identifying critical work demands and deriving specific measures for the prevention or reduction of mental stress at work.

Practical Relevance: The GPB-KMU method can be applied successfully and with improved cost-effectiveness in small and medium-sized enterprises (SME) of all industries.

The involved risk assessment of mental stress at work complies with the requirements of the Joint German Occupational Safety and Health Strategy. Due to the objective assessment of task-related stress, independent of the individual, the method can be used in small companies where interviewing would pose a problem with respect to participants' anonymity.

Further, the trained in-house analytical team is able to assess further jobs and derive and evaluate measures independently.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zeitschrift für Arbeitswissenschaft (ZfA)
Homepage: https://link.springer.com/journal/41449

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA9207


Informationsstand: 20.12.2019

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