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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Neuropsychologische Prädiktoren für den Erfolg beruflicher Wiedereingliederung


Autor/in:

Watzke, Stefan; Brieger, Peter


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Nervenheilkunde, 2019, 38. Jahrgang (Heft 7), Seite 474-480, Stuttgart: Schattauer, ISSN: 0722-1541


Jahr:

2019



Abstract:


Kognitive Leistungseinschränkungen stellen zentrale Erkrankungsmerkmale der Schizophrenie und wichtige Prognosefaktoren für den funktionalen Outcome Betroffener dar. In der beruflichen Rehabilitation werden sie daher als Zielgrößen für Trainings einerseits und als Erfolgsprädiktoren andererseits genutzt. Bei zunehmender Diversifizierung der rehabilitativen Angebote und der angesprochenen Klientel stellt sich die Frage, ob kognitive Defizite zielgruppen- und maßnahmenübergreifend ihre wichtige Funktion beibehalten können.

Eine Durchsicht der Literatur legt nahe, dass die zentralen Aussagen zu prognostischer Validität und Adressierbarkeit mittels kognitiver Trainings auf Patientinnen und Patienten mit affektiven Störungen grundsätzlich ausgeweitet werden kann. Für Rehabilitandinnen und Rehabilitanden anderer diagnostischer Gruppen liegen kaum Studien zur Erfolgsprognose vor. Es muss aber davon ausgegangen werden, dass bei nur geringen kognitiven Beeinträchtigungen andere Merkmale - zum Beispiel Angst, Metakognitionen und Fähigkeiten der sozialen Kognition - zur Prognoseabschätzung herangezogen werden müssen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Neuropsychologische Prädiktoren für den Erfolg beruflicher Wiedereingliederung


Abstract:


Cognitive deficits are central characteristics of schizophrenia and represent important prognostic factors for the patients' functional outcome. In vocational rehabilitation, cognitive performance serves as target for trainings and as predictor of rehabilitation success. However, rehabilitation for patients with mental disorders increasingly chances in terms of program structure and in terms of diagnostic spectrum of the patients. This change raises the question whether cognition still fulfills its role of an important predictor.

Literature review suggests that cognitive impairments can also be addressed in trainings for patients suffering from mood disorders and are useful predictors for rehabilitation success for those patients. For neurotic disorders, studies on prediction of rehabilitation success are sparse. However, it cannot be assumed that cognitive deficits are substantial aspects of psychopathology and thus other characteristics have to be used for prognosis - i. e. meta-cognition, anxiety and social cognition.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Nervenheilkunde
Homepage: https://www.thieme.de/de/nervenheilkunde/profil-120264.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA9222


Informationsstand: 23.12.2019

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