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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Return to Work aus einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente


Autor/in:

Köckerling, Elena; Sauzet, Odile; Hesse, Bettina [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2019, First Online: 17 Mai 2019, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790


Jahr:

2019



Abstract:


Ziel der Studie:

Zurzeit wird in Deutschland keine Statistik darüber geführt, wie viele Personen mit einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) ein Return to Work (RTW) realisieren. Ziel dieser Studie ist es zu prüfen, wie viele Personen, die 2006 zum ersten Mal eine zeitlich befristete EM-Rente erhalten haben, ein RTW erreichten und welche soziodemografischen, gesundheitlichen und beruflichen Merkmale diese Personen aufweisen.

Methodik:

Der Scientific Use File 'Abgeschlossene Rehabilitation 2006 bis 2013 im Versicherungsverlauf' des Forschungsdatenzentrums der Deutschen Rentenversicherung wurde ausgewertet. Als RTW wurde gewertet, wenn eine Person nach Berentung in einem der 7 Folgejahre an 183 - 365 Tagen mindestens einer Halbtagsbeschäftigung nachging und dafür wenigstens 8,50 Euro pro Stunde erhielt. Die Entwicklungen der Kohorte wurden deskriptiv ausgewertet. Der Zusammenhang von soziodemografischen, gesundheitlichen und beruflichen Merkmalen der Personen und dem RTW wurde durch Cox-Regressionen ermittelt.

Ergebnisse:

Von der Ausgangskohorte (N=9.789) erreichten in dem Beobachtungszeitraum 5,9 Prozent ein RTW. Von diesen erreichten circa 25 Prozent ein RTW in jedem Folgejahr. Im Beobachtungszeitraum verstarben 10,6 Prozent, 9,1 Prozent gingen in Altersrente und 1,4 % erhielten eine unbefristete EM-Rente. Die Regressionsanalyse zeigt, dass soziodemografische, gesundheitliche und berufliche Merkmale der EM-Rentner/innen in signifikantem Zusammenhang mit einem RTW stehen: EM-Rentnerinnen und -Rentner im Alter von 18 bis 39 Jahren, mit einer somatischen Rentenbewilligungsdiagnose, einer medizinischen Rehabilitation oder einer Erwerbstätigkeit vor der EM-Rente haben die höchste Wahrscheinlichkeit auf ein RTW.

Schlussfolgerung:

Die Ergebnisse zeigen, dass nur wenige Personen ein RTW aus der EM-Rente erreichen. Es könnte einerseits geschlussfolgert werden, dass die Kriterien für eine zeitliche Befristung von EM-Renten geschärft werden sollten, um dadurch zum Beispiel den Arbeitsaufwand für Wiederbegutachtungen zu verringern. Andererseits könnte auch ein deutlicher Unterstützungsbedarf der EM-Rentnerinnen und -Rentner bei der Realisierung eines RTW und ein dafür notwendiger Forschungsbedarf postuliert werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Return to Work after Temporary Disability Pension


Abstract:


Background:
In Germany, there are no statistics available that reveal how many temporary disability pensioners return to work. The aim of this study was to analyse how many persons to whom a temporary disability pension was granted in 2006 returned to work. Their socio-demographic, health-related and vocational characteristics were examined.

Methods:
The scientific use file 'Completed Rehabilitation 2006 - 2013 in the Course of Individual Pension Records' provided by the research data centre of the German Pension Fund was analysed. Return to Work was assumed if a person worked at least part-time for 183 to 365 days with not less than 8.50 euro per hour in one of the following seven years after being pensioned. The development of the cohort was assessed descriptively. Cox regression analyses were conducted to determine the influence of socio-demographic, health-related and vocational characteristics of the pensioners on their return to work.

Results:
Between 2007 and 2013, 5.9 % of the initial cohort (N=9.789) returned to work; 25 % of these returned to work in all seven years. Between 2006 and 2014, 10.6 % of the initial cohort died, 9.1 % shifted to old-age pension and 1.4 % were granted an unlimited disability pension. Regression analysis indicates that sociodemographic, health-related and vocational characteristics are associated with the probability of return to work: Disability pensioners aged between 18 and 39 years, with a somatic disease, who went through medical rehabilitation or were employed before the disability pension had the highest probability of return to work.

Conclusion:
The results show that only few persons with temporary disability pension returned to work. Therefore, it could be concluded that criteria for temporal limitations of pensions should be sharpened in order to reduce the amount of additional medical evaluations. On the other hand, new strategies to support pensioners' potential for return to work have to be considered.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA9260


Informationsstand: 27.12.2019

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