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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsmedizinische Vorsorge bei Belastungen des Muskel-Skelett-Systems

Teil 1: Zielstellungen, Konzeption und Anamnese



Autor/in:

Hartmann, Bernd; Schwarze, Sieglinde; Liebers, Falk [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2005, 40. Jahrgang (Heft 2), Seite 60-68, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2005



Abstract:


Untersuchungen des Muskel-Skelett-Systems haben sich auf Grund des gewandelten Aufgabenprofils als medizinischer Fachberater und Case-Manager in einem betrieblichen Gesundheitsmanagement zunehmend zu einer wichtigen Arbeitsaufgabe des Betriebsarztes entwickelt. Dem muss durch eine Strategie der Arbeitsplatzbeurteilung und Anamnese, durch gestufte Verfahren der medizinischen Diagnostik gemäß dem Handlungsrahmen des Betriebsarztes und durch Vereinbarungen über die Ziele und Inhalte der abzuleitenden arbeitsmedizinischen Beratung entsprochen werden.

Die Aufgabe des Betriebsarztes grenzt sich gegenüber den klinischen Fachdisziplinen durch ihren präventiven und belastungsorientierten Ansatz teilweise ab. Beschäftigte und Unternehmen erwarten Beurteilungen, Empfehlungen und Hilfen, die der Erhaltung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit dienen. Dazu müssen gesundheitliche Defizite mit drohendem Funktionsverlust erkannt werden, wenn der Beschäftigte gegebenenfalls noch keinen behandelnden Kassenarzt aufsuchen würde; bei Funktionsstörungen und Erkrankungen muss geklärt werden, inwieweit sie durch präventive Maßnahmen stabilisiert beziehungsweise geheilt werden können, und bei erkannten Erkrankungen müssen berufliche Ursachen und Konsequenzen bezüglich der Belastbarkeit am Arbeitsplatz abgeleitet werden.

Die Anamnese dient auch dazu, Befindlichkeitsstörungen und psychosoziale Störungen, die zum Beispiel durch Schmerzen in das Muskel-Skelett-System hineinprojiziert werden, gegenüber somatischen Störungen abzugrenzen und damit zielgerichtete Maßnahmen abzuleiten.

Die Untersuchung soll zwar keine schwerwiegenden Erkrankungen übersehen, sich aber vor allem auf die häufigsten Funktionsstörungen richten. Im Rahmen eines Konzepts für die arbeitsmedizinische Beurteilung des Muskel-Skelett-Systems wird in dieser Publikation die empfohlene Anamnese vorgestellt. Sie orientiert sich an Standards umfangreicherer Erhebungsinstrumente und ist in drei Teilen aufgebaut: Eine selbst ausgefüllte eigene Anamnese wird bei Auffälligkeiten durch eine ärztliche Anamnese ergänzt. Bei Erfordernis werden zusätzlich Angaben zu vibrationsspezifischen Symptomen der Arme und Hände erhoben.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Occupational-medical surveillance of strain on the muscoloskeletal system

Part 1: Aims, conception and anamnesis

Abstract:


As a result of the changed profile of the occupational physician to that of medical advisor and case manager within the field of company health management, examination of the musculoskeletal system has become an increasingly important task. It must be backed up by a strategy of workplace evaluation and anamnesis, graded medical diagnostic procedures in accordance with the activities of the occupational physician and agreements about the aims and content of the resulting occupational-medical advice.

The task of the occupational physician differs somewhat from that of the clinical disciplines as a result of its preventive and exposure-oriented basis. Employees and companies expect assessments, recommendations and assistance which help to maintain working and earning capacity. Health deficits with a threatened loss of function must be recognised even when the employee might not yet consult his GP, and the extent to which functional disturbances and disease can be stabilised or healed by preventive measures must be clarified. In the case of recognised diseases, the occupational origins and consequences at the workplace must be evaluated.

The anamnesis also serves to distinguish between disturbances in well-being and psychosocial disturbances, which for example as a result of pain are projected onto the musculoskeletal system, and somatic disturbances, and thus to develop specific measures of intervention.

The examination should not ignore any severe diseases, but should concentrate in particular on the most frequent functional disturbances. A recommended anamnesis is presented in this publication as part of a concept for the occupational-medical assessment of the musculoskeletal system. It is based on the standards used in comprehensive anamnestic instruments and is divided into three sections: the anamnesis filled in by the patient is supplemented by a medical anamnesis if there are discrepancies. If necessary, additional data regarding vibration-specific symptoms of the arms and hands are collected.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Ganze Artikel-Serie 'Arbeitsmedizinische Vorsorge bei Belastungen des Muskel-Skelett-Systems' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0013A


Informationsstand: 02.05.2005

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