Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Körperliche Leistungsfähigkeit und psychische Komorbidität bei Patienten mit berufsbedingten Atemwegserkrankungen in der stationären Rehabilitation


Autor/in:

Müller, Katrin; Kotschy-Lang, Nicola; Wagner, Petra


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU, 2013, 48. Jahrgang (Heft 12), Seite 748-753, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2013



Abstract:


Ziel:

Bei Patienten mit berufsbedingten Atemwegserkrankungen ist eine reduzierte Belastbarkeit aufgrund der Atemnot bekannt. Unklar ist jedoch, wie sich die Prävalenz von Depressivität und Angst bei dieser Patientenklientel gestaltet. Deshalb untersucht die prospektive Längsschnittstudie im Rahmen der stationären Rehabilitation in der BG-Klinik für Berufskrankheiten in Falkenstein das Ausmaß einer psychischen Komorbidität und Zusammenhänge zur körperlichen Leistungsfähigkeit sowie deren Veränderungen nach der Rehabilitation.

Kollektiv:

Es wurden 165 Patienten mit anerkannten Berufskrankheiten der Atemwege (BK?4101, BK?4111) im Alter von 74,2 (SD?=?7,2)?Jahren in die Untersuchung an der BG-Klinik für Berufskrankheiten in Falkenstein eingeschlossen und Daten zu Beginn sowie am Ende der Rehabilitation erhoben. Der Sechs-Minuten-Gehtest (6MGT) wurde als Maß für die körperliche Leistungsfähigkeit eingesetzt. Depressivität und Angst wurden mittels Fragebögen (BDI-II, HADS-D) erfasst.

Ergebnisse:

Zu Beginn des Heilverfahrens wiesen 34?Prozent der untersuchten Patienten leichte bis schwere Depressionswerte und 12,9?Prozent auffällige Angstwerte auf. Es bestanden signifikante Zusammenhänge zwischen Depressivität sowie Angst und körperlicher Leistungsfähigkeit. Nach Abschluss des stationären Heilverfahrens zeigten sich signifikante Veränderungen für Depressivität, Angst und körperliche Leistungsfähigkeit gegenüber dem Beginn der Rehabilitation.

Schlussfolgerungen:

Sowohl die Befunde zum Vorhandensein einer psychischen Komorbidität als auch die Ergebnisse zum Zusammenhang von körperlicher Leistungsfähigkeit und Depressivität bei berufsbedingten Atemwegserkrankungen legen die Schlussfolgerung nahe, dass zukünftig Interventionen für die stationäre Rehabilitation zu entwickeln sind, die sich auch positiv auf die psychische Gesundheit auszuwirken vermögen und ein nachhaltiges Krankheitsmanagement ermöglichen. Weitere Studien sollten mit Kontrollgruppe realisiert werden, um zu prüfen, inwieweit die beobachteten Effekte tatsächlich auf die körperliche Aktivität zurückzuführen sind.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Physical performance capability and psychic comorbidity in patients with occupational respiratory diseases in in-patient rehabilitation


Abstract:


Aim:

It is well known that patients with occupational respiratory diseases have a reduced exercise capacity caused by dyspnoea. However the prevalence of depression and anxiety is still unclear. Consequently, the purpose of the present study is to analyse prevalence and correlations of depression and anxiety with physical capacity of patients with occupational respiratory diseases during a rehabilitation process in the clinic of occupational diseases in Falkenstein (Germany).

Method:

165 patients with occupational respiratory diseases (BK?4101, BK?4111) with the age of 74.2 years (SD?=?7.2) participated in the study. At the beginning (T1) and at the end (T2) of the clinical stay in the clinic of occupational diseases in Falkenstein (Germany), data giving evidence about levels of depression and anxiety (BDI-II, HADS-D) were collected with the help of a questionnaire and the physical capacity was assessed using the six minute walking distance (6MWT).

Results:

At the beginning 34?percent of the patients showed clinical relevant depression values and 12.9 percent had clinically relevant anxiety values. The results indicate that the correlation between the 6MWT and the levels of depression depends on the occupational diseases. At the end of the rehabilitative process in the clinic of occupational diseases, the 6MWT-values increase and the depression values significantly decrease for the total of participants.

Conclusions:

The present results concerning the prevalence of depression and anxiety and the correlation to physical capacity in patients with occupational respiratory diseases indicate that there is a necessity for interventions improving the patient`s mental health and enhancing a sustainable disease management. Further studies including a control group should be implemented to investigate causal relationships among the above mentioned determinants.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0149


Informationsstand: 17.01.2014

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