Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitation und Return to Work

Eine internationale Perspektive aus Deutschland, Österreich und der Schweiz



Autor/in:

Rind, Esther; Wagner, Anke; Danuser, Brigitta [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU, 2019, 54. Jahrgang (Heft 4), Seite 246-252, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2019



Abstract:


Ziel:

Die Arbeitnehmerschaft in Europa wird älter. Auch dadurch steigt das Risiko, in den aktiven Berufsjahren ein Gesundheitsproblem zu entwickeln, deutlich an, und berufliche Rehabilitation wird immer wichtiger. Gegenwärtige Entwicklungen im Bereich der Rehabilitation sind von Kostendruck, Personalknappheit und wachsenden neuen inhaltlichen Anforderungen in einem sich ändernden Arbeitsmarkt geprägt (zum Beispiel Arbeiten 4.0: neue Arbeitsformen und Beschäftigungsverhältnisse zum Beispiel durch Prozesse der Digitalisierung und Globalisierung). Ziel der Studie ist die Analyse von Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Rehabilitationsprozess für Menschen im Erwerbsalter zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Methode:

Aufbauend auf den Erfahrungen der Autorinnen sowie einer selektiven Literaturrecherche in PubMED und Google Scholar wurden die Rehabilitationssysteme in ihren Abläufen und gesetzlichen Rahmenbedingungen charakterisiert. Eine anschließende indikatorbasierte Analyse ermöglichte die quantitative Vergleichbarkeit relevanter Kriterien, anhand deren länderspezifische Empfehlungen abgeleitet wurden.

Ergebnisse:

Die Zuständigkeiten im Rehabilitationsprozess sind in den Ländern relativ ähnlich, allerdings unterscheidet sich der Ressourceneinsatz deutlich. Rehabilitationsmaßnahmen sind in Deutschland und Österreich eher gesetzesbasiert und in der Schweiz versicherungsorientiert ausgerichtet. Außerdem spielt die Organisation des Arbeitsrechts und des Kündigungsschutzes im Krankheitsfall eine potenziell bedeutende Rolle im Rehabilitationsprozess. Es besteht in allen Ländern ein großer Verbesserungsbedarf bei der Zusammenarbeit an den Schnittstellen.

Schlussfolgerungen:

Da die Arbeits- und Sozialordnungen dieser Länder sich in ihrer Entwicklung gegenseitig beeinflusst haben, gibt es inhaltlich wie formell Übereinstimmungen. Dennoch unterscheiden sich die Rehabilitationsprozesse für Erwerbstätige hinsichtlich der beteiligten Personen und ihrer Organisation. Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren im Rehabilitationsprozess weist hinsichtlich der Kooperation und organisatorischen Gestaltung zwischen Leistungsträgern und -trägerinnen, Leistungserbringern und -erbringerinnen und Leistungsempfängern und -empfängerinnen deutliches Entwicklungspotenzial auf.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Rehabilitation and return to work

An international perspective from Germany, Austria and Switzerland

Abstract:


Aim:

The working age of European employees is rising. This significantly increases the risk of developing a health problem during active working years and occupational rehabilitation is becoming increasingly important. Current developments in the field are characterised by cost pressure, staff shortages and an increasing number of new demands in a changing labour market (example given Work 4.0, new forms of work and employment contracts, example given as a result of processes of digitalisation and globalisation). The aim of this study is to analyse similarities and differences across the rehabilitation processes for people of working age in Germany, Austria and Switzerland.

Method:

The rehabilitation systems were characterised in terms of their processes and legal frameworks based on the experiences of the authors, a selective literature research in PubMED and Google Scholar. A subsequent indicator-based analysis enabled the quantitative comparability of relevant criteria and country-specific recommendations were derived accordingly.

Results:

Responsibilities in the rehabilitation processes studied are relatively similar for all countries, although the use of resources varies considerably. Rehabilitation measures are more law-based in Germany and Austria, and insurance-orientated in Switzerland. The organisation of employment law and protection against dismissal in the event of illness also plays a potentially important role in the rehabilitation process. In all countries, there is a great need for improvement concerning the cooperation of all stakeholders involved.

Conclusions:

The development of work regulations and social systems in each country has been influenced reciprocally by the three countries; hence, there are similarities concerning content and formal procedures within the rehabilitation processes. Nevertheless, there are differences in terms of the stakeholders involved and their particular organisation. The cooperation and organisational arrangements between service providers and recipients shows clear potential for improvement.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0418


Informationsstand: 30.07.2019

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