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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufszufriedenheit in der Arbeitsmedizin - alles gut, nur keine Anerkennung?


Autor/in:

Amler, Nadja; Quittkat, Christine; Sedlazcek, Sabine [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU, 2020, 55. Jahrgang (Ausgabe 3), Seite 176-185, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2020



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Abstract:


Zielstellung:

Ziel des Beitrags ist die Untersuchung der Berufszufriedenheit von Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmedizinern im deutschsprachigen Raum. Ferner wurde analysiert, inwiefern verschiedene soziodemografische Daten beziehungsweise tätigkeitsspezifische Merkmale einen Einfluss auf die Berufszufriedenheit haben, beziehungsweise inwiefern sich die einzelnen Gruppen diesbezüglich unterscheiden.

Methoden:

Im Rahmen eines groß angelegten arbeitsmedizinischen Versorgungsforschungsprojekts wurden deutschlandweit Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner befragt. Die Befragung war als Querschnittsstudie konzipiert und fand von September 2017 bis April 2018 statt. Die Umfrage wurde online sowie papierbasiert durchgeführt. Die Daten wurden aufbereitet und überwiegend deskriptiv ausgewertet.

Ergebnisse:

Der Großteil der Befragten scheint zufrieden mit der betriebsärztlichen Tätigkeit zu sein. Als besonders positiv empfinden die befragten Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner insbesondere den Schwerpunkt Prävention (67?Prozent), die Arbeitszeiten (63?Prozent), die Sinnhaftigkeit (59?Prozent) sowie die Attraktivität des Fachs (57?Prozent). Im Hinblick auf die negativen Facetten einer betriebsärztlichen Tätigkeit sticht insbesondere die mangelnde Anerkennung im Kollegenkreis heraus. Diese wurde von knapp 50 Prozent der Befragten als negativ bewertet. Die Ergebnisse gelten im Wesentlichen unabhängig von Alter, Geschlecht beziehungsweise beruflichem Kontext.

Schlussfolgerung:

Um dem 'Wermutstropfen' der mangelnden beziehungsweise fehlenden Anerkennung zu begegnen, gilt es, gezielt am arbeitsmedizinischen Berufsbild zu arbeiten und sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Fachwelt gezielt Aufklärungsarbeit zu leisten. Hiermit sollte bereits im Studium begonnen werden. Vor allem gilt es, den präventiven Charakter des Fachs und die damit verbundenen Möglichkeiten auch und gerade im Hinblick auf das größte Präventionssetting herauszuarbeiten. In diesem Zusammenhang gilt es auch, gezielt die Chancen zu nutzen, die sich im Rahmen des Präventionsgesetzes bieten.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Job satisfaction of company doctors - all is well except recognition?


Abstract:


Objective:

The aim of this paper is to examine job satisfaction among company doctors in the German-speaking area. Moreover, we analysed the extent to which various sociodemographic data and specific occupational contexts have an influence on job satisfaction and to what extent the individual groups differ in this respect.

Methods:

The present study is based on the company doctor survey conducted as part of a large-scale care research project in Germany. The survey was designed as a cross-sectional study and took place from September 2017 to April 2018. The survey was conducted online and on paper. The data was prepared and analysed mainly by using descriptive statistical methods.

Results:

The majority of the doctors questioned seem to be happy with their occupation as company doctor. Company doctors were especially positive about the focus on prevention (67?percent), the working hours (63?percent), the meaningfulness (59?percent) and the attractiveness of the subject (57?percent). Company doctors found the lack of recognition by colleagues to be one of the particularly negative aspects of their occupation, with 50?percent of those questioned highlighting this as a negative factor. These findings hold for the most part irrespective of age, gender and occupational context.

Conclusion:

It is important to work on the occupational profile of company doctors in order to counteract the lack or absence of recognition and to educate the public and professionals in a targeted manner. A start should be made with medical students to this end. Above all, it is important to emphasise the preventive character of the subject and the opportunities provided by what is plainly the largest setting for the practice of prevention. In this connection, it is also important to exploit the opportunities provided within the scope of the Prevention Act.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0456


Informationsstand: 18.08.2020

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