Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zusammenhang zwischen der Arbeitsplatz- und Berufszufriedenheit (ABZ) und einer Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung


Autor/in:

Sappich, Bernd; Gaber, W.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2002, 37. Jahrgang (Heft 6), Seite 268-270, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2002



Abstract:


Ziel:

Zur Reduktion wirbelsäulenbedingter Arbeitsunfälle fand zum Ende des Studienzeitraums eine Querschnittsbefragung der Arbeitsplatz- und Berufszufriedenheit (ABZ) statt. Der Zusammenhang zwischen ABZ und einem Rückentraining sollte mit Hilfe dieser Befragung betrachtet werden.

Kollektiv und Methode:

Ladearbeiter der FRAPORT AG am Rhein/Main-Flughafen wurden per Losverfahren in Experimental- (n=95) und Kontrollgruppe (n=89) aufgeteilt. Über ein Jahr wurde in der Experimentalgruppe ein regelmäßiges und betreutes Training angeboten, wohingegen die Kontrollgruppe lediglich zu fünf Kontrollanalysen erschien. In der ASU 36 (2001, 371-377) wurden die Effekte des Rückentrainings ausführlich dargestellt. Hauptbefund stellt die signifikante Verringerung wirbelsäulenbedingter Arbeitsunfälle von 7,3 Tagen dar. Die Querschnittsbefragung der ABZ von GIEGLER (1985) wurde zum Ende des Beobachtungszeitraums anonym an die Studienteilnehmer versendet. Die Autoren gingen aufgrund der Randomisierung und der ausreichend großen Gruppen vom gleichen Ausgangsniveau der ABZ der Studiengruppen aus. Für die Auswertung des Fragebogens war ein Summenscore Grundlage, der über alle Items hinweg gebildet wurde. Anschließend wurden mit dem (Mann-Whitney)U-Test die Studiengruppen miteinander verglichen.

Ergebnis:

Zwischen der ABZ der Experimentalgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigen die Befunde keinen Unterschied.

Schlussfolgerung:

Dadurch, dass die ABZ von Experimental- und Kontrollgruppe sich nicht unterscheiden, legt das Ergebnis den Schluss nahe, dass die Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung keinen Einfluss auf das Befragungsergebnis hatte. Somit stützt dieses Resultat insbesondere die Annahme, dass die Reduktion der Arbeitsunfähigkeitstage eine direkte Folge des Rückentrainings darstellte. In Zukunft werden insbesondere Längsschnittuntersuchungen nötig sein, um die Mechanismen zwischen der ABZ, Arbeitsunfähigkeitsdaten und Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung genauer zu prüfen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Study to reduce back injuries at the workplace


Abstract:


Aim of the study:

In a study to reduce back injuries at the workplace, the workers were questioned at the end of the study about a job satisfaction to establish the relationship between this and back training measures.

Collective and method:

Worker who load aircraft at FRAPORT AG at Rhein/Main Airport were divided at random into an experimental group (n=95) and a control group (n=89). The experimental group was offered regular supervised training over a period of one year. The control group only had to attend 5 analysis sessions. The effects of the back training sessions were reported in ASU 36 (2001, pp. 371-377). The main effect was the significant decrease in back-related injuries and sick leave, amounting to 7.3 days. The cross-sectional questinnaire about job satisfaction by Giegler (1985) was filled in by the participants in the study anonymously at the end of the observation period. As a result of the randomisation and sufficiently large groups, the authors assumed both study groups to have the same level of job satisfaction. The basis for the evalation of the questionnaire was a sum score which was formed from all items. The study groups were then compared with one another by means of the (Mann-Whintney)U-Test.

Results:

The results did not reveal any differences in job satisfaction between the experimental group and control group.

Conclusions:

The fact that no differences in job satisfaction were found between the experimental group and control group indicates that the measures to improve health have no influence on the results of the questionnaire. This lends support to the conclusion that the decrease in sick leave is a direct result of the back training sessions. Extensive longitudinal studies will be required to investigate the mechanisms between job satisfaction, sick leave and measures to improve health.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/5005


Informationsstand: 04.09.2002

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