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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gesundheitssysteme und Reformansätze im internationalen Vergleich - III: Dänemark


Autor/in:

Wieseler, Silvia; Baur, Rita; Heimer, Andreas


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2003, 38. Jahrgang (Heft 4), Seite 238-245, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2003



Abstract:


In dem Artikel wird ausführlich das dänische Gesundheitssystem beschrieben und erläutert, verschiedene Diagramme und Statistiken dienen zusätzlich der Veranschaulichung. Die gesundheitliche Versorgung in Dänemark wird durch ein überwiegend - zu 82 Prozent - steuerfinanziertes öffentliches System, das National Health Security System (NHSS) gewährleistet.

Durch eine weitgehende Dezentralisierung - die gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen werden auf einer übergeordneten Ebene vom Gesundheitsministerium geregelt - sind für die Gestaltung, Steuerung und Finanzierung der Gesundheitsversorgung im Wesentlichen die 14 Regionen und 2 Stadträte von Kopenhagen und Frederiksberg zuständig.

Die Grundversorgung der gesamten Bevölkerung wird von der staatlichen Krankenkasse abgedeckt, wobei die Versicherten zwischen zwei Versicherungskategorien wählen können, die sich im Umfang der ärztlichen Wahlfreiheit und der Höhe der Selbstbeteiligung unterscheiden. Bei etwa einem Drittel der Bevölkerung wird die staatliche Krankenversicherung durch private Zusatzversicherungen ergänzt.

Zur Steuerung der nationalen Gesundheitsausgaben wird zwischen der Regierung und den Vereinigungen der Regionen jährlich ein Globalbudget ausgehandelt. Die Gesundheitsausgaben werden von den Regionen zu rund 80 Prozent aus regionalen Einkommens- und Vermögenssteuern und zu etwa 20 Prozent über eine Zuweisung des Staates finanziert.

Was die Kostenentwicklung betrifft, so lag Dänemark im Jahr 1998, wie auch schon in den Jahren zuvor, unter dem Durchschnitt im Ländervergleich hinsichtlich der Pro-Kopf-Ausgaben für die Gesundheitsversorgung. Zudem konnte Dänemark als einziges der hier einbezogenen Länder seit Beginn der achtziger Jahre den prozentualen Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt kontinuierlich senken und lag 1998 bei rund 8,3 Prozent.

Dem Thema 'Qualitätssicherung' wird in Dänemark allerdings erst seit den neunziger Jahren verstärkt öffentliche und politische Aufmerksamkeit gewidmet. Im Jahr 1993 wurde die 'National Strategy for Quality Improvement in Health Service' entwickelt, mit dem Ziel, die Qualität der gesamten dänischen Gesundheitsversorgung zu verbessern, ohne gleichzeitig die Kosten deutlich auszuweiten. Zur Bewertung neuer Technologien wurde 1997 das Danish Institute for Health Technology Assessment gegründet, das 2001 mit dem 1998 gegründeten Centre for the Evaluation of Hospital Activity fusionierte.

Abschließend enthält der Artikel eine Zusammenfassung, in der das dänische Gesundheitssystem von den Autoren kurz bewertet wird.

Bei dem Artikel handelt es sich um eine überarbeitete Fassung des Textes: Baur, Rita; Heimer, Andreas; Wieseler, Silvia (2000): Gesundheitssysteme und Reformansätze im internationalen Vergleich, In: Böcken, Jan; Butzlaff, Martin; Esche, Andreas (Hrsg.): Reformen im Gesundheitswesen. Gütersloh.


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/5015C


Informationsstand: 13.08.2003

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