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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gesundheitssysteme und Reformansätze im internationalen Vergleich - V: Finnland


Autor/in:

Baur, Rita; Heimer, Andreas; Wieseler, Silvia


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2003, 38. Jahrgang (Heft 9), Seite 478-483, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2003



Abstract:


Im Jahr 2003 hat die Zeitschrift Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin eine Reihe gestartet, in der die europäischen Gesundheitssysteme und geplante Reformansätze miteinander verglichen werden.

Der hier zusammengefasste Artikel ist Teil V der Reihe und stellt das Gesundheitssystem Finnlands vor. Dieses wird größtenteils aus Steuermitteln finanziert, zudem existiert eine durch Einkommensprozente von Erwerbstätigen und Lohnprozente von Arbeitgebern finanzierte Krankenversicherung.

Diese Gesundheitsversorgung ist so umfassend, dass private Anbieter kaum eine Rolle spielen. Betrachtet man die Gesundheitskosten, so lässt sich feststellen, dass sie im europäischen Vergleich niedrig sind. Dies wird vor allem auf die weitgreifende ambulante Versorgung zurückgeführt.

Allerdings besteht auch nach Ansicht der finnischen Regierung noch Ausbaubedarf der medizinischen Versorgung in ländlichen Gebieten, was mit einer Steigerung der Kosten einhergehen dürfte. Die primäre Gesundheitsversorgung wird über öffentliche Gesundheitszentren sichergestellt, die teilweise von Gemeindeverbänden betrieben werden und in der Regel nicht mehr als jeweils 19.000 Bürger versorgen.

Bei der standardisierten Bereitstellung von Qualitätsinformationen des Gesundheitssystems besteht Handlungsbedarf; die Zugangsmöglichkeiten zu solchen Informationen sind zurzeit nur gering. Bei Betrachtung von Aspekten wie Patientenautonomie und -rechten fällt auf, dass die Wahlmöglichkeiten eher gering sind. Optionen bestehen hier hauptsächlich bei der Zuzahlungsart und bei Behandlung durch private oder öffentlich finanzierte Ärzte und Krankenhäuser.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/5015E


Informationsstand: 23.12.2003

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