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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Eine Defizitanalyse der Schnittstelle zwischen Betriebsarzt und medizinscher Rehabilitation - Vortrag 18

Vortrag auf der 43. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V., 26. bis 29. März 2003 in Dresden



Autor/in:

Schochat, Thomas; Neuner, Ralf; Seidel, Hans-Joachim


Herausgeber/in:

Scheuch, Klaus; Haufe, E.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2003, 38. Jahrgang (Heft 3), Seite 124-125, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2003



Abstract:


Zusammengefasst wird ein Vortrag, der die Defizite an der Schnittstelle zwischen Betriebsarzt und Rehabilitationsarzt aus Sicht der Betriebsärzte aufgezeigt hat. Befragt wurden über 500 Betriebs- und Werksärzte aus Baden-Württemberg zur gegenwärtigen Praxis, wobei der Schwerpunkt des Fragebogens auf Fragen zu den Reha-Entlassberichten und dem neuen Sozialgesetzbuch IX lag.

Zu 86 Prozent geben die Betriebsärzte an, Reha-Maßnahmen auch selbst anzuregen. Die Maßnahmen werden ihnen jedoch nur zu 23 Prozent systematisch zur Kenntnis gebracht, und nur 14 Prozent geben an, dass Entlassberichte schließlich alle bei ihnen landen.

Die Kooperation zwischen Betriebs-, Haus und Rehabilitationsärzten wird als durchweg wichtig eingeschätzt; in der Realität arbeiten jedoch 91 Prozent der Betriebsärzte eher selten mit Rehabilitationskliniken zusammen. Die Aussagen zum Gesundheitsstatus im Reha-Entlassbericht werden von über 70 Prozent als hilfreich angesehen und ergänzen das Bild durch bisher unbekannte medizinische Information.

Drei Viertel der Betriebsärzte nutzen dies bei der Wiedereingliederung am Arbeitsplatz. Aussagen zur beruflichen Tätigkeit im Entlassbericht werden häufig als realitätsfern eingestuft. Die Nennung der Betriebs- und Werksärzte im SGB IX wird einhellig begrüßt, allerdings haben sich bisher nur wenige auch tatsächlich mit dem SGB IX befasst. Nur 17 Prozent haben etwas von Servicestellen in ihrer Region gehört. Jeweils über die Hälfte erwarten vom SGB IX eine höhere Transparenz sowie eine Beratung für das eigene Vorgehen, circa 40 Prozent eine größere Rechtssicherheit.

Von den Betriebsärzten wird die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit mit den Rehabilitationsärzten gesehen. In der Realität sind direkte Kontakte - sowohl vor, als auch während und nach dem Verfahren - selten. Hier sind die Servicestellen des SGB IX als Institution der Kommunikation zu begrüßen, um gemeinsam intensiver auf das Rehabilitationsziel der Wiedereingliederung am Arbeitsplatz hinzuarbeiten. Die Betriebsärzte sollten diese Gelegenheit nutzen, damit die vom Gesetzgeber erkannte und auch in unserer Erhebung so deutlich gewordene Schnittstellenproblematik verringert wird.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/5033


Informationsstand: 24.05.2003

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