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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Betriebsarzt und medizinische Rehabilitation

Eine Befragung von Betriebsärzten in Baden-Württemberg



Autor/in:

Seidel, Hans-Joachim; Neuner, Ralf; Schochat, Thomas


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2003, 38. Jahrgang (Heft 4), Seite 228-234, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2003



Abstract:


Ziel:

Ziel der in dem Artikel beschriebenen Studie war es, die gegenwärtige Praxis an der Schnittstelle zwischen Betriebsarzt und Rehabilitationsarzt zu analysieren.

Methoden:

Der hierzu entwickelte und getestete Fragebogen umfasst 33 Items, hauptsächlich zu Reha-Entlassberichten und dem Sozialgesetzbuch IX. In der Hauptstudie wurde der Fragebogen an 510 Betriebs- und Werksärzte aus Baden-Württemberg versandt.

Ergebnisse:

86 Prozent der Betriebsärzte gaben an, dass sie selbst Reha-Verfahren anregen. Direkte Kontakte zu den Rehabilitationsärzten - sowohl vor als auch während und nach dem Verfahren - sind hingegen selten. Das scheint umso erstaunlicher, als von den Betriebsärzten die Wichtigkeit dieser Kooperation gesehen wird. Betriebsärzte haben selten Einblick in die Reha-Entlassberichte. Nehmen sie doch Einblick, werden die Berichte von den Betriebsärzten überwiegend als hilfreich hinsichtlich Beurteilung des Gesundheitszustandes angesehen und zu der Wiedereingliederung am Arbeitsplatz genutzt. An das neue SGB IX werden hohe Erwartungen geknüpft. Viele Ärzte erklären sich prinzipiell bereit, an der Ausarbeitung der Empfehlungen und in den Servicestellen mitzuwirken.

Schlussfolgerungen:

Obwohl von den Betriebsärzten die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Rehabilitationsärzten gesehen wird, lassen sich doch deutliche Defizite an dieser Schnittstelle aufzeigen, die sich hauptsächlich als Kommunikationsprobleme identifizieren lassen. Die neuen Servicestellen bieten sich hier als Institution der Kommunikation an. Es wird künftig darauf ankommen, dass Betriebsärzte diese Chance nutzen und an diesen Servicestellen aktiv mitwirken.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Collaboration between occupational physician and the rehabilitation physician


Abstract:


Aim:

The aim of the study described in this article was to analyse the collaboration between the occupational physician and the rehabilitation physician.

Methods:

The questionnaire comprised 33 items focusing mainly on the physician's rehabilitation report and the legislation on social welfare (Sozialgesetzbuch IX). After developing and testing the instrument in a pilot study, the questionnaire was sent to 510 occupational physicians in Baden-Wuerttemberg.

Results:

86 per cent of the occupational physicians stated that they initiate rehabilitation measures. However, direct contact with the rehabilitation physicians - either before, during or after rehabilitation - is rare. This is all the more surprising as occupational physicians regard such cooperation as important. Occupational physicians rarely have insight into the physician's rehabilitation report.

However, when they do, they regard the report as helpful for assessing the employee's state of health and use the information when the patient returns to work. High expectations have been placed in the new legislation (SGB IX). Many physicians have agreed to play a part in drawing up the recommendations and manning service centres.

Conclusions:

Although occupational physicians realize the importance of good cooperation between themselves and the rehabilitation physicians, there are great deficits in this area, mainly in communication. The new service centres may act as an institution for communication. The new challenge for occupational physicians is to seize this chance and take an active part in the new service centres.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/5042


Informationsstand: 12.08.2003

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