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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Menschen mit Bewegungsstörungen - Wieso spielt Ergonomie für sie eine so große Rolle?


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)


Quelle:

ZB Zeitschrift: Behinderte Menschen im Beruf, 2008, Heft 3, Seite 10-11, Wiesbaden: Universum, ISSN: 1433-4089


Jahr:

2008



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Abstract:


In Deutschland leben etwa 1,9 Millionen behinderte Menschen mit Bewegungsstörungen. Dr.

Angelika Bockelbrink, Leiterin des Bereichs Medizin und Therapie der Stiftung Pfennigparade in München, und Diplom-Ingenieur Bernhard Töpfer, leitender Ingenieur des Technischen Beratungsdienstes des Integrationsamtes beim Kommunalen Sozialverband Sachsen und Vorsitzender des Unterausschusses Technischer Beratungsdienst bei der BIH erläutern, welche beruflichen Möglichkeiten Betroffene haben und worauf bei der Arbeitsplatzgestaltung zu achten ist.

Bei Bewegungsstörungen, so Angelika Bockelbrink, handelt es sich um Schädigungen des zentralen Nervensystems, der Gliedmaßen und des Skelettsystems. Auch wenn sich diese Einschränkungen oft durch Hilfsmittel kompensieren lassen, wäre es ein Fehler, so Bockelbrink weiter, die Behinderungen nur auf die offensichtlichen Probleme zu reduzieren. Hinzu kämen unter anderem auch neurologische Probleme und Sprachstörungen. Hinsichtlich der beruflichen Möglichkeiten bemerkt sie, dass diese größer sind, je höher die Selbstständigkeit ist.

Bernhard Töpfer fügt hinzu, dass die Arbeitsbedingungen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Problematisch seien nicht nur räumliche Barrieren, sondern auch unflexible Arbeitszeiten, hoher Zeitdruck oder körperlich anstrengende Arbeitszeiten. Bei der Arbeitsplatzgestaltung sei die Ergonomie ein wichtiger Aspekt. Hierbei gebe es drei Ansatzpunkte, nämliche die Ausstattung mit Hilfsmitteln, die Arbeitsorganisation und die eventuelle Schulung des Betroffenen im Umgang mit den Hilfsmitteln.

Der Technische Beratungsdienst macht sich zunächst ein genaues Bild vor Ort und analysiert die Anforderungen und Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz. Zusätzlich wird ein Fähigkeitsprofil des Mitarbeiters erstellt. Dazu stehen systematische, arbeitswissenschaftliche Methoden zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Betrieb und dem Betroffenen werden dann Lösungsvorschläge erarbeitet und umgesetzt.

Abschließend bemerkt Angelika Bockelbrink, dass betroffene Arbeitnehmer offen mit ihrer Behinderung umgehen und das Gespräch mit ihrem Arbeitgeber suchen sollen. Arbeitgeber möchte sie ermutigen, sich auf die Beschäftigung eines körperbehinderten Menschen einzulassen. Für damit verbundene Fragen würden sich in der Regel gute Lösungen finden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ZB Behinderung & Beruf (ZB online)
Homepage: https://www.integrationsaemter.de/ZB/258c62/index.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0055/6819


Informationsstand: 17.10.2008

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