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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Werkstatt inklusive Bildung


Autor/in:

Trunk, Wolfgang


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2011, 50. Jahrgang (Heft 6), Seite 170-172, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2011



Abstract:


Im Unterschied zu pädagogischen Institutionen haben Betriebe einen großen Vorteil: sie verfügen über eine reale Praxis, aus der man die Lernmöglichkeiten für den Einzelnen gewinnen kann. Das Lernprogramm ergibt sich individuell aus den Handlungsproblemen, auf die ein Mitarbeiter in seiner Tätigkeit trifft. Deshalb kann man in der Arbeitswelt auf Lehrpläne gut verzichten.

In den Werkstätten für behinderte Menschen hat sich gleichwohl eine spezielle Forum des curricularen Lernens herausgebildet, die im Wesentlichen aus der Vorstrukturierung von Lehr-Lern-Prozessen besteht. Sie hat den Anspruch, ein sach-systematisches Vorgehen mit der gebotenen Individualität im Einzelfall zu vereinbaren und die entsprechenden Leistungen auch detailliert nachweisen zu können. Besonders deutlich wird dieser Ansatz in der Tendenz, das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich der Werkstatt von der wertschöpfenden Arbeit abzukoppeln und inhaltlich weitgehend vorzuprogrammieren.

Der Artikel wertet diese Tendenz und kommt zu dem Schluss, dass dies weder den 'Schwachen', noch den 'Fitten' nützt, denn dann verliert der Berufsbildungsbereich der Werkstätten seinen organische Verbindung zur realen Arbeit und tendiert notwendigerweise zu Formen eines cirricularen und schulmäßigen Lehr-Lernens.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Behindertenrecht - Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/0039


Informationsstand: 19.12.2011

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