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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Unterstützungsmanagement als Handlungskonzept für die Gemeinsamen örtlichen Servicestellen der Rehabilitationsträger?

Ein Diskussionsbeitrag im Anschluss an Matzeder, Behindertenrecht, Heft 3/2003



Autor/in:

Heinz, Dirk


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2005, 44. Jahrgang (Heft 2), Seite 59-64, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2005



Abstract:


In seinem Aufsatz mit dem Titel Konzeption Servicestelle geht Matzeder in Heft 3/ 2003 dieser Zeitschrift auf die Aufgabenstellung der mit dem SGB IX neu eingeführten 'Gemeinsamen örtlichen Servicestellen der Rehabilitationsträger' ein. Er stellt fest, dass es Aufgabe der Servicestellen sei, die einzelnen Leistungen der Rehabilitationsträger zu bündeln, zu einer Prozesskette zusammenzufassen. Es handelt sich dabei um eine 'Managementaufgabe' im Bereich der Rehabilitation.

Diese Aufgabenstellung wird dann auch in § 22 SGB IX näher konkretisiert. Beratung und Unterstützung sind die Kernaufgaben der Servicestellen, wobei Informationsvermittlung und Situations- beziehungsweise Bedarfsklärung ineinander greifen. Es geht um eine umfassende, wohl derzeit noch nicht abschließend erfasste Aufgabenstellung, die Vorbereitung und Beschleunigung von behördlichen Entscheidungen, unterstützende Maßnahmen sowie Koordinationsaufgaben einschließt.

Zur Aufgabenwahrnehmung bedarf es nach Auffassung Matzeders des Einsatzes 'abgestimmter und fachlich geeigneter Arbeitsmethoden', die 'sowohl den Interessen der Kunden als auch den Anforderungen der Rehabilitationsträger gerecht werden (spezifische Methodenkompetenz)'.

An der Stelle soll an den Beitrag Matzeders angeknüpft werden. Die im Rahmen der Aufgabenwahrnehmung bei den örtlichen Servicestellen gefragte 'spezifische Methodenkompetenz' soll, wie aus der Überschrift ersichtlich, einer näheren Bestimmung zugeführt werden.

Es geht also um die fachlichen Anforderungen an den 'Fallmanager' im Rahmen der Aufgabenerfüllung der Gemeinsamen örtlichen Servicestellen der Rehabilitationsträger und damit um dessen Qualifikation. Bedarf es eines Sozialrechtsexperten oder doch eher eines Sozialarbeiters oder vielleicht beider? Dieser Fragestellung wird in dem Artikel nachgegangen. Es handelt sich um einen weiteren Diskussionsbeitrag.

Der Artikel legt dar, dass das Konzept des Gesetzgebers offensichtlich auf die Supportfunktion des Case Managements der Sozialarbeit ausgerichtet ist und damit einhergehend Klärungskompetenz der in den Gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger beschäftigten Berater erfordert.

Der gesetzliche Auftrag der Gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger scheint einen personen- und bedürfnisbezogenen sozialarbeiterischen Handlungsansatz vorauszusetzen.

Es eröffnet sich die Frage, ob und wie die Rehabilitationsträger diesem Erfordernis Rechnung tragen. Nach den vorliegenden Erkenntnissen werden entsprechend geschulte Berater bei den Gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger nicht eingesetzt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Behindertenrecht - Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/0091


Informationsstand: 26.04.2005

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