Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Neue Leistungstatbestände im SGB IX nach dem Gesetz zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen


Autor/in:

Westers, Birgit


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2005, 44. Jahrgang (Heft 3), Seite 74-77, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2005



Abstract:


Am 23.4.2004 ist das Gesetz zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen in Kraft getreten. Damit sind auch drei neue Leistungstatbestände im Rahmen der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben an Arbeitgeber festgelegt worden.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen hat Empfehlungen für die Förderung dieser Leistungstatbestände durch die Integrationsämter erarbeitet, welche von Autorin in dem Artikel vorgestellt werden.

Dazu gehören übergeordnet zum einen die Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten für behinderte und schwerbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene und zum anderen das betriebliche Eingliederungsmanagement.

Um zur Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten beizutragen, sind in den Leistungstatbeständen Zuschüsse für die Gebühren bei der Berufsausbildung vorgesehen. Diese können von Arbeitgebern beantragt werden, die ohne Beschäftigungspflicht schwerbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene ausbilden. Außerdem können von allen Arbeitgebern Zuschüsse als auch Prämien zu den Kosten der Berufsausbildung behinderter Jugendlicher und Erwachsener unabhängig von der Beschäftigungspflicht erworben werden.

Das betriebliche Eingliederungsmanagement nach den §§ 83 und 84 des Sozialgesetzbuch 9 verpflichtet Arbeitgeber dazu, bei Auftreten von Schwierigkeiten im Beschäftigungsverhältnis behinderter Menschen ein Verfahren zur Beseitigung der Probleme einzuleiten. Arbeitgeber müssen demnach initiativ werden, wenn behinderte oder nicht behinderte Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind. Ziel ist es, innerbetriebliche Strukturen und Potenziale der Akteure so zu nutzen, dass ein gesundes und förderliches Arbeitsklima für alle Mitarbeiter entsteht und bleibt.

Die Voraussetzungen über den Erhalt der Leistungen sind bei den Zuschüssen sehr deutlich im Gesetzestext geregelt, bei der Einführung des betrieblichen Eingliederungsmanagements sind dagegen nur Anregungen zur Einführung gegeben.

In beiden Bereichen entscheiden trotzdem auch einzelne Vereinbarungen über zu leistende Unterstützungen von Seiten der Integrationsämter.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Behindertenrecht - Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/0093


Informationsstand: 20.05.2005

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