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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Nach der Wahl: Bühne frei für die neuen Schwerbehindertenvertretungen


Autor/in:

Feldes, Werner


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2003, 42. Jahrgang (Heft 3), Seite 76-79, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2003



Abstract:


Der Autor schildert die Situation nach den Schwerbehindertenvertretungswahlen 2002*. Die schwerbehinderten und gleichgestellten Beschäftigten in den Betrieben haben ihre neuen Interessenvertretungen gewählt. Vorläufige Wahlergebnisse zeigen, dass etwa 30 Prozent der neuen Mandatsträgerinnen und -träger zum ersten Mal in das Amt gewählt wurden, während 40 Prozent zum zweiten Mal in ihrem Amt bestätigt wurden. Damit ist der Generationenwechsel in der betrieblichen Interessenvertretung behinderter Menschen, der mit den Wahlen 1998 begonnen hatte, vorläufig abgeschlossen.

Zunächst gibt der Verfasser einen Überblick über die Aufgaben der Schwerbehindertenvertretung - wer zielgerichtet arbeitet, sollte ein klares Bild von den an sich gerichteten Erwartungen entwickeln. Man sollte die Zielgruppe, für die man zuständig ist, gut kennen und mit der Zeit eine Vorstellung davon bekommen, welche globale Ausrichtung man der Arbeit geben möchte.

Dann gelte es, die Aufgaben im Handlungsfeld Betrieb konkret zu bestimmen - dazu sind fundierte Kenntnisse über Bedingungen und Gegebenheiten von betrieblicher Rehabilitation und Integration vonnöten.

Konstruktiv an den Rahmenbedingungen des Amtes zu arbeiten, bedeute auch, die eigenen Ressourchen und Arbeitsgrundlagen zu sichern: Die Möglichkeiten, die das Gesetz bietet; die eigenen zeitlichen und materiellen Bedingungen; die Unterstützung für die Vertretungsarbeit.

Eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Integrationsarbeit spielen auch strategische Fragen: Mit wem arbeite ich zusammen? Wer unterstützt meine Initiative? Mit wem können welche Aufgaben bewältigt werden? Was ist unter welchen Voraussetzungen im Betrieb durchsetzbar?

Der Autor schließt mit einem Hundert-Tage-Programm für die neu gewählte Schwerbehindertenvertretung, darunter sollten folgende Punkte nicht fehlen:
- Kontakt zur Klientel herstellen;
- Zusammenarbeit mit dem Betriebs-/Personalrat aufnehmen;
- Ansprechpartner im betrieblichen und außerbetrieblichen Netzwerk klären;
- Arbeitsgrundlagen (Arbeits- und Sachmittel, Räumlichkeiten etc.) sicherstellen;
- Arbeitsbefreiung beziehungsweise Freistellung klären;
- Beteiligung in der Integrationspolitik (Stellenbesetzung, Integrationsvereinbarung etc.) vereinbaren;
- Schulungen und Seminare besuchen;
- Betriebsversammlung zur Vorstellung nutzen;
- Versammlung schwerbehinderter Menschen planen;
- Dokumentation der Arbeit (Arbeitsbuch) beginnen.

*Der Beitrag in Behindertenrecht H. 3, 2003 ist die Kurzfassung des Einleitungskapitels der IG Metall-Broschüre TIPPS FÜR NEU- UND WIEDERGEWÄHLTE SCHWERBEHINDERTENVERTRETUNGEN


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Behindertenrecht - Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/3382


Informationsstand: 28.07.2003

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