Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Schnittstelle allgemeiner Arbeitsmarkt - Werkstatt für behinderte Menschen

Teil 2: Aktueller Stand der Diskussion am Beginn des Jahres 2010



Autor/in:

Ernst, Karl-Friedrich


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2010, 49. Jahrgang (Heft 2), Seite 40-46, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2010



Abstract:


Der Autor beschäftigt sich in zwei Teilen mit der weiteren bundesdeutschen Entwicklung und speziell mit der Entwicklung in Baden-Württemberg. Dabei wird die 'Unterstützende Beschäftigung' ins Blickfeld genommen, genau wie die in Baden-Württemberg seit 2005 angelaufene 'Aktion 1000'.

Die Unterstützte Beschäftigung verläuft in der Regel in zwei Abschnitten: Zunächst gibt es eine zwei- bis dreijährige Qualifizierungsphase, in der den Beteiligten berufliche Schlüsselqualifikationen vermittelt werden. Auf betrieblichen Erprobungsplätzen sollen die Fähigkeiten der Behinderten in der Praxis getestet werden. Insgesamt lässt sich eine Durchlässigkeit beschreiben.

Wird festgestellt, dass doch die Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen der bessere Weg ist, wird diese Lösung verfolgt. Im Gegenzug ist es aber auch möglich, in eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme oder eine Berufsausbildung zu wechseln. Daran schließt sich eine zweite Phase, die 'Berufsbegleitung' an. Als gesetzlicher Leistungsträger ist hier das Integrationsamt zuständig.

In Baden-Württemberg ist die Vermeidung von Aufnahmen in die Werkstatt für behinderte Menschen seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Mit der 'Aktion 1000' sind seit dem Jahr 2005 Maßnahmen ergriffen worden, um mehr behinderte Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu bringen. Es sollte erreicht werden, dass innerhalb von 5 Jahren 1000 Arbeitsplätze für Abgänger von Sonderschulen, Übergänger aus Werkstätten und andere geistig behinderte Menschen geschaffen werden.

Das Konzept hat sich mittlerweile als außerordentlich erfolgreich erwiesen, bis Ende 2009 konnten 1250 Arbeitsplätze für Menschen errichtet werden, die ansonsten in die Werkstatt für behinderte Menschen gegangen wären. Nach dem Ende der 'Aktion 1000' war es notwendig, die Aktivitäten in einer 'Aktion 1000 plus' fortzusetzen. Mit einer Tagung am Beginn des Jahres 2010 hat dies nun begonnen.

Auch dabei geht es um Maßnahmen, um mehr behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu bringen. Das Verhältnis beider Aktionen zueinander wird ebenfalls untersucht, denn die bundesweite 'Unterstützte Beschäftigung' ist mit den verschiedenen Maßnahmen der süddeutschen 'Aktion 1000' leider nur zu einem kleinen Teil kompatibel.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Teil 1 des Artikels




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Behindertenrecht - Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/6798B


Informationsstand: 16.04.2010

in Literatur blättern