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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erfordernisse für eine Weiterentwicklung der Rehabilitation psychisch Behinderter


Autor/in:

Schopf, Peter


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW)


Quelle:

Berufliche Rehabilitation, 1991, 5. Jahrgang (Heft 4), Seite 37-52, Freiburg im Breisgau: Lambertus, ISSN: 0931-0889


Jahr:

1991



Abstract:


Der Autor setzt sich mit den besonderen Problemen psychisch Behinderter innerhalb der Rehabilitation auseinander. Eines der Probleme besteht darin, dass nicht alle psychischen Behinderungen gleich behandelt werden können. Psychische Behinderung ist ein Sammelbegriff für äußerst unterschiedliche Krankheitsbilder.

Nicht nur die Krankheitsbilder als solche sind unterschiedlich, sondern auch der Zeitpunkt des Auftretens und die Dauer einer solchen Erkrankung. Der Autor unterteilt den Langzeitverlauf einer psychischen Erkrankung in vier Phasen:

Die 1. Phase wird als prämorbide Persönlichkeit bezeichnet. Hier wird das Persönlichkeitsprofil gezeichnet, das eine psychische Erkrankung erst ermöglicht.

In der 2. Phase kommt es durch eine Verletzung einer unter 1. geschilderten Persönlichkeitsstruktur zu einer psychischen Erkrankung. Diese 2. Phase wird medizinisch und sozialtherapeutisch behandelt.

In der 3. Phase, der psychischen Behinderung wird der Patient mit Rehabilitationsmaßnahmen therapiert.

In der 4. Phase kommt es häufig zu längerfristigen Klinikaufenthalten, weil trotz unterschiedlicher Therapieversuche sich kein erkennbarer Erfolg einstellt.

Drei Punkte sind für eine erfolgreiche Wiedereingliederung des psychisch Behinderten von Bedeutung:
1. die Mitarbeit des Behinderten bei Ausschöpfung seiner Fähigkeiten und besonderen Fertigkeiten,
2. das soziale Umfeld (Familie, Ärzte, Therapeuten, Klinik, usw.),
3. die Wechselwirkungen zwischen dem Behinderten und seinem sozialen Umfeld.

Als einen weiteren Punkt behandelt der Autor die Rehabilitationsentscheidung, für deren Zustandekommen es vier mögliche Situationen gibt, die ihrerseits davon abhängen, wie die persönliche Kompetenz des Behinderten beziehungsweise wie die Kompetenz des sozialen Umfeldes ausgeprägt ist. Weiterhin wird auf Rehabilitationsangebote und auf Maßnahmen in der Schule sowie auf die unterschiedlichen Problembereiche bei der Integration ins Arbeitsleben eingegangen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Berufliche Rehabilitation - Beiträge zur beruflichen und sozialen Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen
Homepage: https://www.bagbbw.de/verband/fachzeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0062/0010


Informationsstand: 08.05.1992

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