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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Eingliederung Behinderter


Autor/in:

Haines, Hartmut


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 1991, 30. Jahrgang (Heft 4), Seite 180-198, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

1991



Abstract:


Rechtsstand 1. Januar 1991; Besonderheiten für die neuen Bundesländer im Anhang

Behinderte (Definition: Behindert = regelwidriger körperlicher, geistiger oder seelischer Zustand) haben ein soziales Recht auf Eingliederung in die Gesellschaft und ins Arbeitsleben, das abhängig von der Art der Behinderung auf unterschiedlichen Wegen verwirklicht werden kann. Bei Schädigungen kommen vorbeugende, medizinische und rehabilitierende Maßnahmen zur Anwendung, bei Funktionsbeeinträchtigungen sind es beispielsweise technische und orthopädische Hilfsmittel und im Bereich der Behinderung selbst wird versucht Barrieren abzubauen und einen Beruf zu wählen, bei dessen Ausübung die Behinderung keine einschneidende Funktionsbeeinträchtigung darstellt.

Der Grundsatz Rehabilitation vor Rente wird ausführlich dargelegt, wobei insbesondere auf die Verwendung der Ausgleichsabgabe, die finanziellen Leistungen der einzelnen Versicherungsträger, die Rechtsgrundlagen, die Motivation der Behinderten, die Möglichkeiten der Vorsorge, Früherkennung und Frühförderung eingegangen wird. Die medizinische Rehabilitation mit all ihren Maßnahmen, sowohl im medizinischen als auch im finanziellen Bereich wird erläutert, wobei unter anderem auch auf Rehabilitationseinrichtungen und die Arbeit von Betreuungsdiensten und ähnlichen Organisationen eingegangen wird.

Der Grundsatz Rehabilitation vor Pflege wird erläutert und auf den Bereich der beruflichen Rehabilitation sowie der Bildungsmöglichkeiten wird sehr detailliert eingegangen. Dabei werden die Möglichkeiten der schulischen Ausbildung zusammen mit nichtbehinderten Kindern und im Rahmen einer Sonderschule sowie die Möglichkeit des Studiums, insbesondere des Fernstudiums dargelegt.

Im Bereich der Berufsberatung und der beruflichen Bildung und beruflichen Rehabilitation ist der Grundsatz der Integration von entscheidender Bedeutung. Auf die Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft wird ebenso eingegangen wie auf die Beschäftigungspflicht für Schwerbehinderte und die damit verbundene Ausgleichsabgabe bei Nichterfüllung der Beschäftigungsquote von 6 Prozent Schwerbehinderter. Aufgabe der Hauptfürsorgestelle ist es, begleitende Hilfen im Arbeits- und Berufsleben zur Verfügung zu stellen und Schwerbehinderte vor ungerechtfertigter Kündigung zu schützen. Die Hauptfürsorgestelle muss der Kündigung eines Schwerbehinderten zustimmen.

Schwerbehinderten steht eine Woche Zusatzurlaub zu. Für Behinderte, die wegen der Schwere ihrer Behinderung nicht in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden können, stehen Werkstätten für Behinderte zur Verfügung. Abschließend wird ein Rückblick auf die geschichtliche Entwicklung geworfen und es werden die Ergänzungen und Ausnahmen, die für das Gebiet der ehemaligen DDR gelten, aufgeführt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0084


Informationsstand: 10.04.1992

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