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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Methodisch-didaktische Konzepte in der beruflichen Rehabilitation Erwachsener in Einrichtungen der Phase II?


Autor/in:

Fischer, Tilman


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 1993, 32. Jahrgang (Heft 3), Seite 162-170, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

1993



Abstract:


Die berufliche Rehabilitation in Einrichtungen der Phase II soll nach dem Aktionsprogramm der Bundesregierung medizinische und berufliche Leistungen kombiniert anbieten, so dass dem Behinderten frühzeitig sowohl auf medizinischem als auch auf beruflichem und sozialem Gebiet geholfen wird.

Das Modell, das unter der Leitung von T. Fischer im Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum am Rehabilitationskrankenhaus Karlsbad-Langensteinbach entwickelt wurde, lässt sich folgendermaßen charakterisieren:

1. Teilnehmerorientierung
Individuelle Förderkonzepte, die den biografischen, d.h. den entwicklungsgeschichtlichen Hintergrund berücksichtigen und einen individuellen Förder- und Bewertungsmaßstab anzulegen versuchen, werden in Gruppenbildungsmaßnahmen integriert, so dass der Betroffene sich im Lernprozess nicht als leistungsschwacher Außenseiter erlebt. Ein Team von Psychologen und fachspezifisch ausgebildeten Lehrkräften erheben durch Fragebögen und Gespräche die Lebens- und Lernsituation der Einzelnen und entwickeln Lernschritte in gemeinsamer Arbeit mit den Rehabilitanden.

2. Lernorganisation
Das Lernen ist als ein anwendungsorientierter prozess organisiert, so dass Theorie und Praxis ineinander verwoben sind. Lernen findet in einem natürlichen Zusammenhang statt und kann so als sinnvoll erlebt werden. Die Lehrkräfte dienen mehr als Lernanleiter, weniger als Wissensvermittler.

3. Ganzheitliche, offene Methoden
Im Lernprozess wird der schwächere oder lerngestörte Teilnehmer nicht als Hindernis betrachtet und vernachlässigt, sondern durch entsprechende Konzepte in das (Lern-) Geschehen auf förderliche Weise integriert.
a) Projektorientierte Konzepte (Gemeinsame, zielorientierte Arbeit.
b) Handlungsorientierte Konzepte (durch lautes Vorsprechen/Kommentierung des eigenen Tuns erfolgt eine Bewusstmachung und dadurch Verbesserung des Handelns).
c) Erfahrungsorientierte Konzepte (Erfahrung/Experiment als geeignete Lernstimulanz.

Ziel des Modells ist es, die Methoden-, Fach- und Sozialkompetenz des Betroffenen zu verbessern und ihm neue Lebensmöglichkeiten zu eröffnen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Methodical-didactical concepts in the vocational rehabilitation of adults in phase II facilities?


Abstract:


While specific methods from disabled and special education didactics are available for young people, pertinent didactical concepts and experience are lacking in case of adults, in particular for rehabilitees with chronic mental illness and brain damage. Further education schemes have hence been started in 1989 within the Federal working group of medical-vocational (phase II) facilities, focussing on appropiate learning strategies and on rooting them in the minds of educators and teachers.

Oriented along the 'Berlin didactical mode', Stadler's approach is considered fundamental in developing a didactical concept for adults with disabilities. Practical suggestions and hints are existing, proven methodical strategies are used to help illustrate concrete possibilities for systematically gearing time-tested methodical strategies to disability-generated learning problems.

An almost synchronous development, similar learning strategies are to be found in industrial an occupational didactics as well, under a 'holistic education' and 'enhancement of key qualifications' heading Participant orientation as the fundamental principle of a 'disability-specific' methodology, holistic didactic concepts, a fitting learning organization, application of project-, activity- and experience-based methods, fitting problem-solving techniques, as well as a reconsideration of current teaching principles, are in the foreground of the present contribution.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0130


Informationsstand: 25.11.1993

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