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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufliche Belastungserprobungen bei hirngeschädigten Patienten

Eine Katamnesestudie



Autor/in:

Pössl, Josef; Kursawe, U.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2005, 44. Jahrgang (Heft 4), Seite 222-228, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2005



Abstract:


Bei Patienten mit einer erworbenen Hirnschädigung, die zum Zeitpunkt der Rehabilitation über keinen Arbeitsplatz verfügen oder bei denen die Wiederaufnahme ihrer früheren Tätigkeit aufgrund spezifischer Störungen nicht möglich ist, bietet sich eine berufliche Belastungserprobung an, um die Chancen für eine Rückkehr in das Erwerbsleben abzuklären. Seit 1994 können Patienten der Abteilung für Neuropsychologie des Krankenhauses München-Bogenhausen solche Belastungserprobungen in verschiedenen Dienststellen der Stadt München durchführen.

Von 28 Patienten, die bis 1998 diese Maßnahme durchlaufen haben, konnten 18 Personen telefonisch nachbefragt werden. Drei Personen, denen aufgrund der Ergebnisse in der Belastungserprobung eine Berentung empfohlen wurde, unternahmen keine Versuche mehr, in das Berufsleben zurückzukehren. Von den übrigen 15 Befragten arbeiteten sechs Personen Vollzeit auf dem freien Arbeitsmarkt, vier Personen waren weiterhin berufstätig, mussten ihre Tätigkeit aber deutlich einschränken, und fünf Personen wurden im Katamnesezentrum berentet.

Ein positiver Verlauf zeigte sich bei Patienten, bei denen sich unmittelbar an die Belastungserprobung eine Theorie-Praxis-Maßnahme an der gleichen Arbeitsstelle anschloss. Ein ungünstiger beruflicher Werdegang ergab sich für Personen, denen eine Umschulungsmaßnahme empfohlen wurde. Die Lebenssituation wurde vor allem von den berenteten Personen als kritisch und unbefriedigend bewertet.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Work Hardening Programmes for Brain-Injured Patients

A Follow-Up Study

Abstract:


Work hardening programmes are suggested for brain-injured patients who were unemployed during the rehabilitation period or could not return to their previous job due to specific impairments. The aim of this vocational intervention is to obtain information about the chance of competitive re-employment and about potential obstacles preventing it. In 1994 the city of Munich has established opportunities to perform work hardening programmes in selected municipal work domains.

Between 1994 and 1998, 28 patients from the neuropsychological department of the Munich-Bogenhausen municipal hospital underwent such an intervention. 18 persons could be contacted for structured telephone interviews addressing their work histories after discharge from the rehabilitation unit. Three former patients who had retired immediately after the work hardening intervention did not attempt to resume working. Among the remaining 15 patients, six were able to resume full-time competitive work at follow-up, four persons were still employed but had been forced to limit work demands, and five persons had retired.

A positive course of reintegrati on was seen in three patients who received a special vocational support following the work hardening intervention at the same place of work. A negative outcome resulted in four persons who were recommended to participate in vocational retraining. A poor general life satisfaction was reported particularly by retired persons.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0160


Informationsstand: 19.08.2005

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