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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitationsprognose bei Epilepsiebeginn nach Eintritt ins Berufsleben


Autor/in:

Schultz, Ulrich; Thorbecke, Rupprecht


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 1985, 24. Jahrgang (Heft 4), Seite 192-196, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

1985



Abstract:


Bei 58 Rehabilitanden, die schon im Berufsleben standen, als sie an einer Epilepsie erkrankten, wurden sowohl die Art als auch die Bestimmungsfaktoren der Berufs- und Tätigkeitsvorschläge (Rehabilitationsprognose) untersucht, die den Rehabilitanden nach einer ein- bis dreiwöchigen Arbeitserprobung in einem Berufsförderungswerk gemacht wurden. 49 der 58 Rehabilitanden erhielten einen Ausbildungsvorschlag: fast die Hälfte einen Dienstleistungsberuf im Bürobereich, etwa ein Drittel einen handwerklichen Beruf und ein Sechstel eine Technikerausbildung.

Diese Verteilung verhielt sich nahezu umgekehrt zu der der erlernten Berufe und entsprach nicht immer den Berufswünschen der Rehabilitanden. Durch eine sorgfältige arbeitsmedizinische Beurteilung könnten manche dieser Diskrepanzen vielleicht gemildert werden. Das Maßnahmeniveau wurde am stärksten vom Arbeitstempo beeinflusst, wobei die Verlangsamung im Zusammenhang mit der Höhe der antiepileptischen Dosierung steht. Zusätzliche psychische Behinderungen, die häufig zu registrieren waren, beeinflussten nicht so sehr das Niveau der Maßnahmen als die Entscheidung zwischen beruflichen Maßnahmen und Rente oder beruflichen Maßnahmen und medizinischer Behandlung.

[Aus: Autorenreferat]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Rehabilitation prognosis in the onset of epilepsy following entry into professional life


Abstract:


The type of occupation proposed as well as factors determining these proposals, i.e. vocational prognosis, were examined in 58 persons to be rehabilitated who already had been integrated into working life at the time of epilepsy onset and participated in a one- to three-week vocational assessment programme in a vocational training center. Suggestions for vocational retraining were made to 49 of the 58 clients, with clerical occupations proposed to almost half of them, manual ones to appr. one third, and technical training to a sixth of the clients.

This distribution of training suggestions is the reverse of the clients' former occupations, and did not always meet the wishes expressed by the clients. Careful evaluation and counselling might reduce some of these discrepancies. The level of the occupational training proposed was influenced most strongly by work rate, with dosage of anticonvulsive drugs being the most important factor in slowing the clients' pace. Psychological problems were common, did however not primarily influence the level of training proposed, but rather the decision between vocational training vs. invalidity pension or medical treatment.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0242


Informationsstand: 24.10.1990

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