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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gelingt die Umsetzung des Anforderungsprofils zur Durchführung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation?


Autor/in:

Bethge, Matthias; Löffler, Siegfried; Schwarz, Betje


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2014, 53. Jahrgang (Heft 3), Seite 184-190, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2014



Abstract:


Hintergrund:

Das Anforderungsprofil zur Durchführung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung beschreibt Standards für berufsorientierte Kernmaßnahmen in der medizinischen Rehabilitation. Es wurde überprüft, wie die Umsetzung der Inhalte und des empfohlenen Leistungsumfangs gelang und welche Veränderungseffekte mit der Umsetzung assoziiert waren.

Methoden:

Die Umsetzung des Anforderungsprofils wurde in 7 stationären orthopädischen Rehabilitationseinrichtungen mittels schriftlicher Patientenbefragungen am Rehabilitationsbeginn und Rehabilitationsende sowie 3 Monate nach Abschluss der Rehabilitation untersucht. Zusätzlich wurden aus den ärztlichen Entlassungsberichten die durchgeführten therapeutischen Leistungen extrahiert.

Ergebnisse:

Der empfohlene Umfang der Sozialberatung und der berufsbezogenen Gruppen wurde erreicht. Diskrepanzen gab es zum empfohlenen Umfang des Arbeitsplatztrainings. Die standardisierte Mittelwertdifferenz (SMD) der Arbeitsunfähigkeitsdauer vor und 3 Monate nach der Rehabilitation entsprach einer nahezu moderaten Verringerung (SMD=0,47; 95 Prozent-KI: 0,28-0,66). Fünf zusätzliche Stunden berufsorientierter Therapien gingen mit einer Verringerung der Arbeitsunfähigkeitsdauer um 1,2 Wochen einher (95 Prozent-KI: -2,38 bis -0,03).

Schlussfolgerungen:

Das Anforderungsprofil wurde weitgehend erfolgreich umgesetzt und setzt wichtige Standards für den Ausbau der MBOR. Die flächendeckende Umsetzung des MBOR-Anforderungsprofils bedarf einer kontinuierlichen Qualitätssicherung, die zeitnahe Rückmeldungen über den erreichten Umsetzungsgrad ermöglicht.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

In the Guideline for Work-Related Medical Rehabilitation Successfully Implemented?


Abstract:


Background:

The guideline for work-related medical rehabilitation (WMR) in responsibility of the German Pension Insurance describes standards of work-related measures in medical rehabilitation. We investigated if contents and recommended amount of treatment were successfully implemented and which improvements were associated with the implementation.

Methods:

Implementation of the WMR guideline was evaluated at 7 inpatient orthopedic rehabilitation centres. Patients completed ques­tionnaires at beginning of rehabilitation, at dis­charge and 3 months after discharge. Details ­regarding the treatments provided were extracted from the standardised discharge report.

Results:

The recommended amount of social counselling and work-related psychosocial ther­apy measures were appropriate. However, there were discrepancies regarding the recommended amount of functional capacity training. The standardised mean difference (SMD) between baseline and 3-month follow-up sick leave duration indicated an almost medium-sized effect (SMD=0.47; 95 percent CI: 0.28-0.66). An additional 5?hours of work-related therapy was associated with a 1.2-week decrease in sick leave duration (95 percent CI: ?2.38 to ?0.03).

Conclusion:

The guideline was for the most part successfully implemented and sets important standards for the roll-out of WMR. The na­tionwide implementation of the WMR guideline requires a continuous quality assurance that ­enables promptly feedback about the achieved implementation level.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0422


Informationsstand: 03.09.2014

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