Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zusammenhänge zwischen dem Erwerbsstatus in den ersten zwei Jahren nach Rehabilitation und langfristigen Erwerbsverläufen: Implikationen für die Outcome-Messung


Autor/in:

Holstiege, Jakob; Kaluscha, Rainer; Jankowiak, Silke [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2017, 56. Jahrgang (Heft 1), Seite 31-37, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2017



Abstract:


Ziel der Studie:

Studienziel war die Analyse der Vorhersagekraft von Erfassungen des Erwerbsstatus im 6., 12., 18. sowie 24. Monat nach der medizinischen Rehabilitation für langfristige Erwerbsverläufe in einem Zeitfenster von 4 Jahren.

Methodik:

Die Datengrundlage bildete eine routinedatenbasierten 20%-Stichprobe aller durch die Deutsche Rentenversicherung getragenen medizinischen Rehabilitationen. Alle Patient/innen, die jünger als 62 Jahre waren und in dem Zeitraum 2002-2005 bedingt durch orthopädische, kardiovaskuläre und psychosomatische Erkrankungen eine stationäre medizinische Rehabilitation verordnet bekamen, wurden in die Untersuchung eingeschlossen und 4 Jahre nachbeobachtet. Mittels multipler linearer Regressionsanalysen wurde die Vorhersagekraft des in Monat 6, 12, 18 und 24 erfassten Erwerbsstatus für die Anzahl an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsmonaten im Zeitraum von 4 Jahren nach der Rehabilitation untersucht. Für jeden Erfassungszeitpunkt wurde eine Regressionsanalyse durchgeführt, welche den jeweiligen Erwerbsstatus als binäre erklärende Variable (erwerbstätig/nicht erwerbstätig) neben einem Standardset an prognostischen Variablen einschloss.

Ergebnisse:

Insgesamt wurden 252.591 Rehabilitanden in die Kohorte eingeschlossen. Die erklärte Varianz in den Regressionsanalysen nahm mit dem Erfassungszeitpunkt des punktuellen Erwerbsstatus an. Der Erklärungswert steigerte sich ausgehend vom Regressionsmodell, das den Erwerbsstatus im 6. Monat (R2=0,60) als erklärende Variable einschloss, zu dem Modell, das den Erwerbsstatus im 24. Monat (R2=0,78) berücksichtigte, um 30%.

Schlussfolgerungen:

Mit fortschreitendem Zeitpunkt der kurz- bis mittelfristigen Erfassung des Erwerbsstatus steigert sich die Vorhersagegüte für langfristige Erwerbsverläufe. Dies sollte in der Festlegung geeigneter Erhebungszeitpunkte im Rahmen zukünftiger Studien berücksichtigt werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Associations of the Employment Status during the First Two Years Following Medical Rehabilitation and Long Term Occupational Trajectories: Implications for Outcome Measurement


Abstract:


Study Objectives:

The aim was to investigate the predictive value of the employment status measured in the 6th, 12th, 18th and 24th month after medical rehabilitation for long-term employment trajectories during 4 years.

Methods:

A retrospective study was conducted based on a 20%-sample of all patients receiving inpatient rehabilitation funded by the German pension fund. Patients aged <62 years who were treated due to musculoskeletal, cardiovascular or psychosomatic disorders during the years 2002-2005 were included and followed for 4 consecutive years. The predictive value of the employment status in 4 predefined months after discharge (6th, 12th, 18th and 24th month), for the total number of months in employment in 4 years following rehabilitative treatment was analyzed using multiple linear regression. Per time point, separate regression analyses were conducted, including the employment status (employed vs. unemployed) at the respective point in time as explanatory variable, besides a standard set of additional prognostic variables.

Results:

A total of 252.591 patients were eligible for study inclusion. The level of explained variance of the regression models increased with the point in time used to measure the employment status, included as explanatory variable. Overall the R2-measure increased by 30% from the regression model that included the employment status in the 6th month (R2=0.60) to the model that included the work status in the 24th month (R2=0.78).

Conclusion:

The degree of accuracy in the prognosis of long-term employment biographies increases with the point in time used to measure employment in the first 2 years following rehabilitation. These findings should be taken into consideration for the predefinition of time points used to measure the employment status in future studies.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0464


Informationsstand: 23.05.2017

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