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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Kardiologische Rehabilitation


Autor/in:

Schwaab, Bernhard


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2018, 57. Jahrgang (Heft 2), Seite 117-126, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2018



Abstract:


Die Rehabilitation kardiovaskulärer Erkrankungen stellt eine multimodale Intervention auf somatischer, psychologischer, edukativer und sozialer Ebene durch ein interdisziplinäres Team dar und umfasst neben der Optimierung der medizinischen Sekundärprävention zur Reduktion von Morbidität und Mortalität auch die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität sowie die Wiedereingliederung in das soziale und Erwerbsleben.

In fünf kontrollierten Kohortenstudien an 12.556 Patientinnen und Patienten aus Deutschland konnte gezeigt werden, dass eine Anschlussrehabilitation nach akutem Myokardinfarkt und nach Bypass-Operation die Gesamtmortalität, die Reinfarktrate und die Hospitalisierung im Verlauf von 1-2 Jahren signifikant senkte. Diese Ereignisreduktion gelang zusätzlich zu einer interventionellen Akuttherapie und einer evidenzbasierten medikamentösen Sekundärprävention. Drei internationale Metaanalysen bestätigen diese nationalen Ergebnisse für Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit.

Eine kardiologische Rehabilitation wird in nationalen und internationalen Leitlinien auch empfohlen für Patientinnen und Patienten nach Herzklappenoperation und -intervention, nach dekompensierter Herzinsuffizienz, nach Herztransplantation sowie nach ICD-, CRT- und VAD-Implantation. Die Absicherung der Evidenz der kardiologischen Rehabilitation in Deutschland durch einen RCT wäre wünschenswert.

Darüber hinaus sollten die multimodalen Interventionen noch individueller auf spezifische Patientengruppen (Hochbetagte, Gebrechliche), Indikationen (TAVI, VAD) sowie Komorbiditäten (pAVK, T2DM) ausgerichtet und besondere berufliche Problemlagen konsequent berücksichtigt werden. Die kardiologische Rehabilitation sollte integraler Bestandteil jeder Versorgung sein, die sich am dauerhaften Therapieerfolg orientiert.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Cardiac Rehabilitation


Abstract:


Physical training, psychosocial intervention, nutrition counselling and optimisation of secondary preventive medication to reduce morbidity and mortality of the disease as well as the reintegration into social life and return to work are equivalent goals of cardiac rehabilitation. This requires multifactorial intervention by a multidisciplinary team.

In Germany, cardiac rehabilitation starting early after an index event could demonstrate a significant reduction of total mortality, myocardial infarction and hospitalisation during a follow-up of 1-2 years in 5 controlled cohort studies including 12?556 patients after myocardial infarction and CABG surgery. The reduction of clinical events was obtained in addition to rapid revascularisation therapy during the acute coronary event and on top of evidence based medication.

In national and international guidelines, cardiac rehabilitation is recommended as well after valve surgery or intervention, in patients with heart failure and after ICD-, CRT- and VAD-implantation. Cardiac rehabilitation in Germany should be evaluated in a randomised controlled trial as well. In addition, multifactorial interventions should be tailored individually to specific patient subgroups, medical conditions and comorbidities. Return to work should be emphasized as a major topic of cardiac rehabilitation.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0521


Informationsstand: 28.08.2018

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