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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Verbesserung der beruflichen Wiedereingliederung von Herzinfarktpatienten

Ergebnisse eines Modellversuches in Rheinland-Pfalz



Autor/in:

Häussler, Bertram; Keck, Michael


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 1997, 36. Jahrgang (Heft 2), Seite 106-110, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

1997



Abstract:


In einem Modellversuch in Rheinland-Pfalz wurden zwei Modellverfahren zur Verbesserung der medizinischen Rehabilitation und der beruflichen Wiedereingliederung von Herzinfarktpatienten erprobt:

1. Eine 'Regionale Arbeitsgruppe Kardiologie' wurde gegründet, die für die Kliniken in der Modellregion Maßnahmen zur Beschleunigung des Rehabilitationsprozesses festlegte.

2. An einer Rehabilitationsklinik wurde eine Rehabilitationsfachberatung eingerichtet, von der die Patienten nach dem 'Case-Management'-Konzept betreut wurden.

Die Auswertung ergab, dass die Durchführung eines Belastungs-EKGs bereits in der dritten Woche nach dem Infarkt bei 77,1 Prozent der in die Maßnahmen des Modellversuchs integrierten Patienten (Untersuchungsgruppe) und nur bei 54,5 Prozent der herkömmlich behandelten Patienten (Vergleichsgruppe) vorgenommen wurde. Noch während der stationären Rehabilitation nahmen mehr Patienten der Untersuchungsgruppe Kontakt zu ihrem Betrieb auf, um ihre berufliche Reintegration zu besprechen. Bei 29,5 Prozent der Patienten in der Vergleichsgruppe war die berufliche Zukunft am Ende der Rehabilitationsbehandlung noch ungeklärt, bei der Untersuchungsgruppe traf dies nur für 13,2 Prozent der Patienten zu. Diese Patienten waren zu 91,8 Prozent über die Möglichkeiten zur Unterstützung einer stufenweisen beruflichen Wiedereingliederung nach § 74 SGB V informiert (Vergleichsgruppe: 64 Prozent) und fanden ein halbes Jahr nach Aufnahme der Rehabilitationsbehandlung zu 56,3 Prozent in die Erwerbstätigkeit zurück (Vergleichsgruppe: 50 Prozent) .


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Improvement in occupational rehabilitation of myocardial infarct patients

Results of a model study in Rhineland-Pfalz

Abstract:


In a pilot trial in Rhineland-Palatinate two instruments for optimizing medical and occupational rehabilitation of myocardial infarction patients were tested:

(1) A regional cardiology working group was founded which selected measures to accelerate the rehabilitation process in model region hospitals

(2) At the pilot rehabilitation clinic a counselling service for patients under a case management trial scheme was established.

The evaluation showed that three weeks after the heart attack, exercise ECGs were carried out in 77,1 per cent of pilot trial patients (case group) as opposed to only 54,5% of patients receiving standard treatment (control group). During in-patient rehabilitation, a higher proportion of case patients discussed their return to work with their employers. After rehabilitation, the occupational future still was uncertain in 13,2 per cent of the case group, in contrast with 29,5% of the control group. 91,8% of case group patients (64 per cent of controls) had been briefed about support possibilities facilitating a stepwise return to work according to paragraph 74 SGB V; half a year following the beginning of rehabilitation, case group patients were reintegrated into working life in 56,3 per cent (50 per cent of controls).


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/1843


Informationsstand: 24.09.1997

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