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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Frauen und Männer nach Herzinfarkt

Gibt es in Deutschland geschlechtsspezifische Unterschiede in der Inanspruchnahme rehabilitativer Leistungen?



Autor/in:

Grande, Gesine; Leppin, A.; Altenhöner, Thomas [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2002, 41. Jahrgang (Heft 5), Seite 320-328, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2002



Abstract:


In Deutschland und international wird seit vielen Jahren eine mögliche Unterversorgung von Frauen in der kardiologischen Rehabilitation diskutiert. Bisher fehlten jedoch empirische Befunde zu geschlechtsspezifischen Reha-Teilnahmeraten sowie zur Inanspruchnahme einzelner Leistungen in den Reha-Programmen.

In einer Längsschnittstudie wurden 496 Männer und 172 Frauen nach akutem Herzinfarkt und ihre behandelnden Ärzte zu drei Messzeitpunkten mittels Fragebogen zum medizinischen und psychosozialen Ausgangszustand sowie zur akutmedizinischen und rehabilitativen Versorgung befragt. Die Ergebnisse verweisen auf eine nahezu identische Versorgung von Männern und Frauen in der kardiologischen Rehabilitation. Die Frage der Bedarfsgerechtigkeit einer solchen Gleichbehandlung ist jedoch vor dem Hintergrund einer insbesondere psychosozial deutlich differenten Ausgangssituation von Männern und Frauen zu diskutieren.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Women and Men after Acute Myocardial Infarction

Are There Gender Differences in Participation Rates in Cardiac Rehabilitation?

Abstract:


In Germany and other countries, a possibly lower programme attendance in cardiac rehabilitation of women compared to men has been discussed critically for many years. Up to now, however, there are only limited data related to gender-specific utilization rates and programme attendance.

In a longitudinal study with three points of measurement, 496 men and 172 women after an acute myocardial infarction as well as their physicians were asked to complete questionnaires referring to different aspects of the medical and psychosocial situation as well as to the provision of acute cardiac care and rehabilitation services.

The results show that in Germany, there is currently no gender-related difference in the provision and use of cardiac rehabilitation. Whether this apparently 'fair' distribution in relation to gender can be seen as an adequate supply is, however, questionable in the context of different needs - especially with respect to the different psychosocial conditions of women and men.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/3416


Informationsstand: 24.01.2003

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