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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Probleme der Eignungsdiagnostik bei Schädel-Hirn-Verletzten


Autor/in:

Seitz, Jürgen


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2003, 42. Jahrgang (Heft 1), Seite 11-15, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2003



Abstract:


Der Fallbericht M. S. zeigt exemplarisch, dass in der Eignungsdiagnostik die auf der Basis von Intelligenzstrukturtests erhobenen Eignungsaussagen zu falsch positiven Urteilen führen können. Insbesondere bei Verdacht auf Lern- und Gedächtnisstörungen ist die routinemäßige Statusdiagnostik durch handelsübliche Intelligenz- und Leistungstests durch ein Testverfahren zu ergänzen, das es erlaubt, die Dynamik kognitiver Prozesse zu erfassen.

In dem beschriebenen Einzelfall M. S. wurden mit dem dynamischen Lerntest von Seitz (1998) Lern- und Gedächtnisstörungen aufgedeckt, die sich in der Routinediagnostik nicht manifestieren.

Vor dem Hintergrund sozialrechtlicher Implikationen des konkreten Einzelfalles werden einige Anforderungen an psychologische Diagnostik und Urteilsfindung aus der Sicht des Praktikers diskutiert und Forderungen an die akademische Forschung abgeleitet.

Dies betrifft insbesondere auch den erwähnten dynamischen Lerntest, der als Ergebnis eine lineare Beziehung zwischen Lernaufwand und Lernmenge konstatiert (die Geradensteigung wird als Individualkonstante interpretiert) und der auch für allgemeinpsychologische Grundlagenforschung und Theorienbildung interessant sein dürfte.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Aptitude Statements After Head Injury


Abstract:


In an exemplary way the case study of M.S. shows that the statements concerning aptitude, which are based on intelligence structure tests, lead to false positive judgements under certain preconditions. Particularly if you postulate learning disorder and partial amnesia, the standard status diagnosis via intelligence and archievement tests has to be supplemented by a method of testing by which the dynamics of cognitive processes can be recorded. In the individual case study of M. S., learning disorder and partial amnesia have been disclosed via the dynamic learning test by Seitz (1998).

They did not become manifest when only the routine diagnostic methods were applied. Against the background of socio-legal implications of the specific case some demands on psychological diagnosis and valuation are being discussed from the practician' s point of view. They subsequently lead to certain demands concerning academic research. This applies above all to the dynamic learning test which is described above. It states as a result a linear relationship between the effort put into learning and the quantity of learning (the slope is interpreted as an individual constant). The dynamic learning test is also likely to be interesting in respect to pure research in general psychology and the formation of theories.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/3421


Informationsstand: 25.04.2003

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