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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erster Deutscher Reha-Rechtstag am 11.05.2007 in Berlin

Ein Tagungsbericht



Autor/in:

Langer, Joachim; Zimmermann, Theo


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2007, 46. Jahrgang (Heft 4), Seite 251-254, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2007



Abstract:


Auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) und der Deutschen Anwaltakademie fand zusammen mit Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) in Berlin der 1. Deutsche Reha-Rechtstag statt, bei dem sich über 100 Teilnehmer über aktuelle Themen im direkten und indirekten Zusammenhang mit dem Recht der Rehabilitation informierten.

Gesundheitsreform 2007
Das Ziel der Gesundheitsreform im Bereich der Krankenversicherungspflicht sei ein Versicherungsschutz für alle Einwohner, die bislang ohne Absicherung im Krankheitsfall auskommen mussten. Auf dem Rechtstag wurden des Weiteren die vielfältigen Auswirkungen der aktuellen Gesundheitsreform auf den Bereich der medizinischen Rehabilitation beleuchtet. Unter anderem sei der seit etlichen Jahren bestehende, unbedingte Rechtsanspruch auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation endgültig klargestellt worden.

Wunsch- und Wahlrecht nach § 9 SGB IX
Es wurde die Auffassung vertreten, dass die Berufung des Rehabilitationsträgers auf das Nichtvorliegen eines Vertragsverhältnisses mit der Wunscheinrichtung des Betroffenen dann ermessensfehlerhaft sei, wenn zwischen anderen Rehabilitationsträgern und der Wunscheinrichtung allgemeine Vertragsverhältnisse bereits bestehen.

Heil- und Hilfsmittelversorgung in der medizinischen Rehabilitation
Auf Grund der Änderung des § 40 Absatz 1 SGB V von einer Ermessens- und Anspruchsnorm bestehe nun auch ein entsprechender Anspruch auf Heil- und Hilfsmittel. Problematisch sei aber eine mögliche Begrenzung der Leistungspflicht der Krankenkassen bei Hilfsmitteln durch die Vorhaltepflichten bestimmter Einrichtungen.

Arbeitszeitrecht und Tarifvertrag in Reha-Kliniken
Es wurde über künftige Entwicklungen in der Rehabilitation sowie über die wachsende Bedeutung und Verantwortung der medizinischen Rehabilitation in der Versorgungskette gesprochen. Damit verbunden sei die Übertragung weiterer Aufgaben im Versorgungsmanagement, die Qualitätsverbesserung und die Auswirkungen der Budgetierung auf die Fallzahlen.

Rechtsfragen des betrieblichen Eingliederungsmanagement aus sozialrechtlicher Sicht
Die Verpflichtungen der Rehabilitationsträger, die ihnen das SGB IX im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagement auferlegt, wurden angesprochen. Die Sozialleistungsträger hätten in allen Leistungsfällen, in denen Behinderte Erfolgsaussichten Erfolgsaussichten hätten, eine umfassende Prüfpflicht und müssten ihre Verwaltungsverfahren entsprechend darauf einstellen. Betont wurde die Notwendigkeit, am Eingliederungsmanagement auch Betriebs- und Werkärzte, Arbeitgeber, Betriebsrat und Schwerbehindertenvetretung zu beteiligen.

Rechtsfragen des betrieblichen Eingliederungsmanagement aus arbeitsrechtlicher Sicht
§ 84 Absatz 2 sei eine für die betriebliche Ausgestaltung offene Verfahrenspflicht, mit dessen Vorschrift der Gesetzgeber eine frühzeitige Klärung präventiver Möglichkeiten zur Verhinderung von langen Zeiten der Arbeitsunfähigkeit oder des vorzeitigen Ausscheidens aus dem Erwerbsleben verlange. Durch gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten soll ein Präventionsbasis zur möglichst dauerhaften Sicherstellung der Beschäftigungsmöglichkeit geschaffen werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Tagungsdokumentation




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/6308


Informationsstand: 09.10.2007

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