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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das intensivierte Rehabilitationsnachsorgeprogramm IRENA der Deutschen Rentenversicherung Bund: Berufsbegleitende Inanspruchnahme und Veränderungen berufsbezogener Parameter


Autor/in:

Lamprecht, Juliane; Behrens, Johann; Mau, Wilfried [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2011, 50. Jahrgang (Heft 3), Seite 186-194, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2011



Abstract:


Hintergrund:

Im Anschluss an eine medizinische Rehabilitation können Leistungen zur Rehabilitationsnachsorge sinnvoll sein, um einerseits die positiven Effekte der Rehabilitationsleistung zu verfestigen und zu stabilisieren sowie andererseits individuelle gesundheitsbezogene Verhaltens- und Lebensstiländerungen anzuregen. Primär dienen die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Nachsorge der Deutschen Rentenversicherung (DRV) dem dauerhaften Erhalt der Erwerbsfähigkeit. Im Rahmen der Evaluation des Intensivierten Rehabilitationsnachsorgeprogramms (IRENA) der DRV Bund wurden auf der Grundlage verschiedener Datenquellen berufsbezogene Aspekte in der IRENA bei Patienten mit muskuloskelettalen Erkrankungen untersucht.

Im Vordergrund stand dabei zum einen die Frage, inwieweit eine berufsbegleitende Inanspruchnahme von IRENA-Leistungen sowohl auf der individuellen Ebene als auch in Abhängigkeit von institutionellen Rahmenbedingungen der Leistungserbringung möglich ist. Zum anderen wurden subjektiv wahrgenommene Veränderungen berufsbezogener Parameter aus Sicht der IRENA-Teilnehmer analysiert, wobei spezifisch nach der Stärke der Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsfähigkeit sowie nach besonderen beruflichen Problemlagen ('MBOR-Klientel') differenziert wurde.

Methode:

Die Datengrundlage der Analyse bilden personenbezogene Routinedaten der Deutschen Rentenversicherung von IRENA-Leistungen des Jahres 2007 (n=30663), Befragungsdaten von IRENA-erbringenden Einrichtungen im orthopädischen Indikationsgebiet (n=225), sowie Befragungsdaten von IRENA-Teilnehmern (n=750), die im Rahmen einer umfassenden Evaluation des IRENA-Programms erhoben beziehungsweise durch die DRV Bund bereitgestellt wurden.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse zeigen, dass die Vereinbarkeit der IRENA mit dem Beruf durch die institutionellen Rahmenbedingungen ermöglicht wird. Das tageszeitliche IRENA-Angebot ist in ganztägig ambulanten Einrichtungen oftmals deutlich größer als in stationären Kliniken. Zugleich beurteilen ganztägig ambulante Rehabilitationszentren die Vereinbarkeit von IRENA mit einer gleichzeitigen Berufstätigkeit deutlich besser als stationäre. Hinsichtlich der berufsbezogenen Parameter (berufliche Leistungsfähigkeit, Arbeitsunfähigkeitszeiten) wurden von den IRENA-Teilnehmern deutliche Verbesserungen von Beginn der Rehabilitation bis zum Befragungszeitpunkt nach Abschluss der IRENA berichtet.

Personen mit besonderen beruflichen Problemlagen sind mit 33 Prozent in der IRENA-Population vertreten. Wesentliche Einflussgröße einer Verbesserung der beruflichen Leistungsfähigkeit nach IRENA ist die berufliche Leistungsfähigkeit bei Reha-Ende. Besondere berufliche Problemlagen haben hingegen keinen Einfluss, dieser Personenkreis profitiert von IRENA in gleicher Weise. Gleichermaßen wurde eine Verbesserung der mit der Erkrankung assoziierten Beschwerden sowie der allgemeinen Leistungsfähigkeit im Alltag berichtet.

Schlussfolgerungen:

Die IRENA ermöglicht sowohl aus Einrichtungsperspektive als auch aus Sicht der Teilnehmer eine berufsbegleitende Inanspruchnahme und führt in Verbindung mit der medizinischen Rehabilitation zu einer subjektiven Verbesserung berufsbezogener Parameter.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Intensified Rehabilitation Aftercare (IRENA) - Utilization Alongside Work and Changes in Work-Related Parameters


Abstract:


Background:

An aftercare programme following medical rehabilitation may be beneficial in order to reinforce and stabilize the positive effects of rehabilitation and to encourage individual health-related modifications of behaviour and lifestyle. Medical rehabilitation and the aftercare programme of the German Pension Insurance Fund primarily are intended to sustain earning capacity. As part of an evaluation of the Intensified Rehabilitation Aftercare Programme (IRENA) established by the German Pension Insurance Fund, work-related aspects in orthopedic patients were analyzed based on various data sources.

Firstly, the significance of institutional and individual conditions for utilization of IRENA alongside work was of interest. Secondly, the IRENA participants' judgements of the changes of work-related parameters due to the programme were examined, differentiating specifically by extent of earning capacity impairments as well as by particular work problems.

Methods:

The data set used for the analysis is composed of person-related routine data of the German Pension Insurance Fund relative to IRENA records of the year 2007 (n=30663), interview data from orthopedic rehabilitation centres providing IRENA (n=225), and questionnaires of IRENA participants (n=750) that were either collected during a broad evaluation of the IRENA programme or provided by the German Pension Insurance Fund.

Results:

The results show that the compatibility of IRENA and work is facilitated by the institutional conditions. However, differences between inpatient and outpatient settings have to be recognized. The possibilities to participate in IRENA throughout the day frequently are more diverse in an outpatient setting. In contrast to inpatient centres, outpatient rehabilitation centres see clearly better chances for patients to return to work and to participate in IRENA alongside. With respect to the work-related parameters (work ability, periods of sick leave), clear improvements were reported by participants from the start of rehabilitation to the survey time after the end of IRENA. Particular work problems were reported by 33 percent of the IRENA participants. The work ability at the end of rehabilitation was found to have been the essential factor for improvement of work ability following IRENA. Particular work problems, however, had no influence, these individuals profited from IRENA to an equal extent.

Conclusions:

Institutional and individual view show that IRENA is compatible with utilization alongside work. Also, IRENA combined with prior medical rehabilitation will bring about subjective improvements in health and work-related parameters.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/8896


Informationsstand: 09.06.2011

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