Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Replieka - Coaching von Versicherten bei Arbeitsplatzkonflikten


Autor/in:

Nübling, Matthias; Schellhammer, Edith; Behringer, Karl Heinz [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2019, Band 69 (Heft 2), Seite 70-78, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)


Jahr:

2019



Abstract:


Hintergrund und Ziel der Arbeit:

Die Untersuchung prüft, ob und inwieweit bei Beschäftigten mit Arbeitsplatzkonflikten ein persönliches Coaching ('Repliekagruppe', Rehabilitation und Nachsorge von Patientinnen und Patienten mit längeren oder immer wieder auftretenden Erkrankungen und Konflikten am Arbeitsplatz) im Vergleich zur klassischen Rehabilitationsmaßnahme (Rehagruppe) und zur Nullintervention (Kontrollgruppe) wirksam ist.

Material und Methoden:

Das methodische Konzept des Konfliktcoachings orientiert sich an einem systemisch ressourcenorientierten Beratungsansatz. Das Coaching soll die Beschäftigten in die Lage versetzen, nachhaltig andere Verhaltensweisen im Umgang mit Konflikten einzusetzen. Die drei Gruppen wurden vor der Intervention (T1) und 13 Monate danach (T4) mit einem standardisierten Fragebogen zur Arbeitsplatzsituation (unter anderem Elemente aus COPSOQ und WAI) und zur Gesundheit (unter anderem SCL90) befragt und ihre AU-Tage insgesamt sowie mit F?Diagnosen für jeweils die letzten 12 Monate wurden ermittelt.

Ergebnisse:

Die Gruppe ohne Intervention (Kontrollgruppe, N?=?48) weist zu T1 eine ähnliche sehr hohe Konfliktbelastung auf wie die Rehagruppe (N?=?39) und die Repliekagruppe (N?=?26); hinsichtlich der Gesundheitsparameter ist die KG aber deutlich weniger belastet. Nach 13 Monaten ergeben sich für alle drei Gruppen signifikante Verbesserungen in verschiedenen Indikatoren der Arbeitssituation, des subjektiven Gesundheitszustandes und des SCL90. Hinsichtlich der AU-Tage zeigt sich nur in der Repliekagruppe eine signifikante Reduktion für die AU-Tage insgesamt.

Diskussion:

Die Studienergebnisse zeigen, dass die Intervention durch Coaching zusätzliche positive Effekte auf einige der subjektiven Parameter und bei den AU-Tagen ergibt. Breiter angelegte Studien müssen dieses erste Resultat prüfen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Replieka project - Coaching of insured persons in workplace conflicts


Abstract:


Background and aims:

The present study examines whether and to what extent a personal coaching ('Replieka-group'; Rehabilitation und Nachsorge von Patienten mit längeren oder immer wieder auftretenden Erkrankungen und Konflikten am Arbeitsplatz) is effective for workers with workplace conflicts compared to the classical rehabilitation treatment (rehabilitation group) and the non-intervention (control group).

Material and methods:

The methodological concept of conflict coaching is based on a systemic, resource-oriented consulting approach. The coaching aims at enabling the employee to use altered behavior to deal with conflicts in a sustainable way. The three groups were surveyed by a standardized questionnaire on the work situation (including elements from COPSOQ and WAI) and their health status (including SCL90) prior to intervention (T1) and 13 months after the intervention (T4). Total days sick leave and also with F?diagnoses for the last 12 months were also determined for both times.

Results:

At T1 the group without interventions (control group, N?=?48) had a similar very high level of workplace conflict to the rehabilitation group (N?=?39) and the Replieka group (N?=?26); however with respect to the health parameters the control group was significantly less burdened. After 13 months (T4) all 3 groups showed significant improvements in various indicators of the work situation, the subjective state of health and the SCL90. With respect to the number of days sick leave a significant reduction was only found in the Replieka group and only for total days sick leave.

Discussion:

The results indicated that the coaching intervention has additional positive effects on some of the subjective parameters and days sick leave. Broader studies have to be carried out to test these preliminary results.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
Homepage: https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0064/0006


Informationsstand: 29.05.2019

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