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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Physische Leistungsfähigkeit, Alter und Geschlecht - Zur Beurteilung gesundheitlicher Risiken bei körperlich belastenden Tätigkeiten

Teil 3: Daten zur kardiopulmonalen und energetischen Leistungsfähigkeit sowie gemeinsame Schlussfolgerungen



Autor/in:

Hartmann, Bernd; Klußmann, Andre; Serafin, Patrick


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2018, Band 68 (Heft 6), Seite 325-333, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)


Jahr:

2018



Abstract:


Ziel der Arbeit:

Als Grundlage für alters- und geschlechtsbezogene Orientierungswerte der körperlichen Belastbarkeit werden für den Arbeitsschutz und die menschengerechte Arbeitsgestaltung die körperlichen Leistungsvoraussetzungen für verschiedene Arbeitsanforderungen dargestellt.

Dies gliedert sich in drei aufeinander folgende Teile:
- Teil 1: Einführung und Methodik sowie Daten zum Körperbau und zur Belastbarkeit des Skelett-Systems
- Teil 2: Daten zu Körperkräften
- Teil 3: Daten zur kardiopulmonalen und energetischen Leistungsfähigkeit sowie Schlussfolgerungen.

Material und Methode:

Zur Darstellung der alters- und geschlechtsbezogenen maximalen kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit konnten sieben Literaturquellen herangezogen werden. Es wurden aktuelle Daten der deutschen Bevölkerung gefunden, welche zu vermutende Veränderungen der Leistungsfähigkeit in Folge veränderter Arbeitsbedingungen und Lebensweise repräsentativ abbilden. Für die berufliche Beanspruchung wichtige aktuelle Daten zur Darstellung der Unterschiede der submaximalen Leistungsfähigkeit sind nicht verfügbar.

Ergebnisse und Diskussion

Ab dem 30. Lebensjahr reduziert sich die maximale aerobe Leistungsfähigkeit bei beiden Geschlechtern und in allen Leistungsbereichen stetig. Sie erreicht um das 50. Lebensjahr bei Männern circa 70 Prozent, bei Frauen ca. 80 Prozent der Werte im Jugendalter. Die maximale aerobe Leistungsfähigkeit der Frauen liegt zwischen 55 Prozent und 72 Prozent der Leistungsfähigkeit der Männer. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass gerade in den jüngeren Altersgruppen die Geschlechtsunterschiede am stärksten ausgeprägt sind, kann man von ca. 60 Prozent maximaler aerober Leistungsfähigkeit von Frauen im Vergleich zu Männern ausgehen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Physical performance, age and sex - Assesing health risks in physically challenging activities

Part 3: Cardiopulmonary and energetic performance data and conclusions from all three parts

Abstract:


Objective:

As a basis for age and sex-related orientation of physical capacity, the physical performance requirements for different work tasks between the age ranges and, if necessary, distinctions between sexes are presented for the prupose of occupational health and safety and the human-oriented work design.

This is structured in three consecutive parts:
- Part 1: Introduction and methology followed by data on the physique and load capacity of the skeletal system
- Part 2: Data on physical strength
- Part 3: Cardiopulmonary and energetic performance data and conclusions

Material and methods:

For the representation of age and sex-related (maximum) cardiopulmonary fitness, seven literature sources were used. No current data on the German population could be found representing the expected changes in performance because of changing working and life style conditions. For occupational exposure, more important current data representing the differences in submaximal performance are not available.

Results and conclusion:

From the age of 30 years, maximum aerobic performance is steadily reduced in both sexes and in all performance areas. At the age of 50 years, it reaches about 70 % in men and in women about 80 % of the values in adolescence. The maximum aerobic capacity of women is between 55 % and 72 % of men's capacity. Taking into account the fact that sex differences are most pronounced, especially in the younger age groups, about 60 % of the maximum aerobic performance of women compared to men can be expected.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
Homepage: https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0064/0092x03


Informationsstand: 21.02.2019

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