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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Schichtarbeit und gastrointestinale Erkrankungen


Autor/in:

Saake, K. P.; Schmolke, D.; Nöhring, R. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 1999, Band 49 (Heft 9), Seite 326-331, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)


Jahr:

1999



Abstract:


In der arbeitsmedizinischen Praxis sind gastrointestinale Erkrankungen bei der Eignungsbeurteilung für Nacht- und Schichtarbeit von besonderer Bedeutung. Mehrere epidemiologische Untersuchungen zeigen eine erhöhte Prävalenz gastrointestinaler Erkrankungen und unter diesen besonders von Gastritiden und Ulkuserkrankungen unter aktiven Schichtarbeitern und vor allem unter ehemaligen Schichtarbeitern.

Zur Erklärung dieser Beobachtungen werden sowohl direkte und indirekte Auswirkungen der Schichtarbeit wie zum Beispiel Störungen der circadianen Rhythmik bestimmter Verdauungsfunktionen als auch Selektionseffekte beim Eintritt in die Schichtarbeit wie zum Beispiel Gesundheitsbewusstsein und Rauchverhalten diskutiert.

Präventive Maßnahmen zur Vermeidung schichtarbeitsassoziierter gastrointestinaler Gesundheitsstörungen sind, wo immer Nacht- und Schichtarbeit nicht vermieden werden können, auf den Gebieten der Schichtplangestaltung, Ernährungsweise und Versorgungsmöglichkeiten im Betrieb sowie Beeinflussung ungünstiger Lebensstilfaktoren sinnvoll.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Shift-work and gastrointestinal diseases


Abstract:


For occupational medicine in practice gastrointestinal diseases are of particular importance in assessing the suitability for an employee to perform night- or shift-work. Several epidemiological studies indicate an increased prevalence of gastro-intestinal diseases, gastritis and peptic ulcers in particular, among active and especially former shift-workers.

The direct and indirect effects of shift-work such as disturbances in the circadian rhythm of select digestive functions as well as the effects of the selection process when starting with shift-work (i.e. health-consciousness and smoking habits) are being discussed as a potential explanation for theses observations.

Measures to prevent gastrointestinal health problems associated with shift-work make sense wherever night- and shift-work cannot be avoided and should focus on areas such as the scheduling of shift-work, the nutritional habits and the types of catering offered within the company as well as trying to influence employees with respect to their potentially unfavorable lifestyle habits.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
Homepage: https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0064/2555


Informationsstand: 03.02.2000

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